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Chemiebranche bietet beim Impfen Hilfe von Werksärzten an

09:22
04.03.2021
Die Chemieindustrie will die schleppenden Corona-Impfungen in Deutschland mit dem Einsatz von Werksärzten beschleunigen. Der Arbeitgeberverband BAVC bekräftigte sein Angebot an die Bundesregierung, auch in den Branchenunternehmen impfen zu lassen. «Wenn voraussichtlich ab April mehr Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir alle Kapazitäten nutzen, um ihn in den Arm zu bringen», erklärte BAVC-Präsident Kai Beckmann am Donnerstag in Wiesbaden. Viele Unternehmen stünden bereit zu helfen.

«Wir können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch impfen und so auch Kapazitäten in staatlichen Impfeinrichtungen freischaufeln», sagte Beckmann. Man wollen sich strikt an die politischen Vorgaben zur Impfreihenfolge und Priorisierung halten. Es gehe nicht um eine Privilegierung der Wirtschaft, betonte der BAVC, der rund 580 000 Beschäftigte in Deutschland vertritt. Jeder Tag zähle. «Wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, können wir einen großen und wichtigen Schritt machen hin auf ein Ende der Pandemie.» Auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bot Hilfe durch Werksärzte an.

Ab Ende März/Anfang April sollen mit steigenden Mengen an Impfdosen Haus- und Betriebsärzte in die Impfkampagne eingebunden werden. Die Entscheidung der Priorisierung erfolge dann durch die Ärzte, hieß es nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwochabend. Dann sollen dem Konzept zufolge auch Betriebsärzte mehr impfen.

(dpa)

Ifo: Kurzarbeit weiter gestiegen

09:21
04.03.2021
Die Kurzarbeit in Deutschland ist im Februar nach Schätzungen des Ifo-Instituts weiter gestiegen. Mit 2,8 Millionen Betroffenen stieg die Zahl im Vergleich zum Januar um 100 000, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Donnerstag mitteilten. Das ist jeder zwölfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

«Das Bild ist zweigeteilt: Während die Kurzarbeit vor allem in Hotels und Gaststätten sowie im Einzelhandel zunahm, ist sie in der Industrie rückläufig», sagt Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link.

Im Gastgewerbe ist der Anteil der Arbeitnehmer in Kurzarbeit auch nach wie vor am höchsten: Hier sind 57 Prozent der Beschäftigten betroffen. Im Handel waren es knapp 15 Prozent, bei wirtschaftsnahen Dienstleistern 14 und in der Industrie gut 7 Prozent. Kaum betroffen ist nach wie vor der Bau mit 4 Prozent Kurzarbeit.

(dpa)

Altmaier: Bei Corona-Gipfel für die Wirtschaft «viel erreicht»

08:12
04.03.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zufrieden mit den Ergebnissen der Bund-Länder-Beratungen in der Corona-Pandemie gezeigt. «Für die Wirtschaft wurde viel erreicht», sagte Altmaier am Donnerstag im «Frühstart» von RTL/ntv. So werde es im März erste wichtige, aber verantwortbare Öffnungsschritte geben. Zudem habe sich die Runde von der umstrittenen 35er-Inzidenz verabschiedet.

«Die Inzidenz von 35, die sehr streng war, die viele verärgert und aufgeregt hat, die ist nicht mehr für die Öffnung Voraussetzung», sagte der Minister. «Wir schauen nicht nach starren bundesweiten Inzidenzen, sondern wir schauen nach der regionalen Situation, im Landkreis in der kreisfreien Stadt.» Es gebe damit für den Einzelhandel und die Gastronomie die Möglichkeit, in vielen Teilen Deutschlands wieder zu verkaufen, wieder an den Start zu gehen.

(dpa)

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