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Bitte Gurgeln: Stadt Wien setzt nun auf Massentests für zu Hause

16:25
26.03.2021
Österreichs Hauptstadt will Hunderttausende Menschen pro Woche mit hochwertigen Gratistests zur Corona-Kontrolle bewegen. Wien bietet ab kommender Woche allen Bewohnern Gurgel-Testkits für zu Hause an, wie die Stadtregierung am Freitag bekanntgab. Diese PCR-Tests liefern besonders im Frühstadium einer Covid-Erkrankung zuverlässigere Ergebnisse als Antigen-Tests. Pro Woche sollen in der 1,9-Millionen-Stadt rund 1,2 Millionen Kits ausgeliefert und täglich bis zu 200 000 Proben ausgewertet werden.

Die Tests werden in rund 150 Drogerien angeboten und können dort sowie in Hunderten Supermärkten zur Auswertung abgegeben werden. Das Projekt solle bis zur ausreichenden Durchimpfung «eine Art Schutzschild für die Bevölkerung etablieren», sagte der sozialdemokratische Bürgermeister Michael Ludwig. Die Stadt möchte die Heimtests nach Ostern zudem als Eintrittskarte für Geschäfte etablieren.

Von Gründonnerstag bis zumindest Dienstag nach Ostern gilt in Wien und anderen östlichen Regionen Österreichs ein Lockdown, um eine Überlastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten abzuwenden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Wien am Freitag bei 311, deutlich höher als der Österreich-Schnitt von 250.

Antigentests in Teststraßen und Apotheken sollen wie bisher auch weiterhin gratis angeboten werden.

(dpa)

EU-Kommissar: Vorerst keine Exporte von Astrazeneca-Impfstoff

16:24
26.03.2021
Die Europäische Union will nach den Worten von Binnenmarktkommissar Thierry Breton keine Exporte des Impfstoffs von Astrazeneca erlauben, bis die Firma ihre Lieferpflichten an die EU-Staaten erfüllt hat. «Wir werden sicherstellen, dass alles in Europa bleibt, bis die Firma ihre Zusagen einlöst», sagte Breton am Freitag in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz in Spanien. Der diese Woche verschärfte Export-Kontrollmechanismus sei das Instrument dafür.

Astrazeneca habe der EU für das erste Quartal 120 Millionen Dosen Corona-Impfstoff zugesagt, sagte Breton. Doch erhalte die EU nur 30 Millionen Dosen. «Wir sind jetzt in Diskussionen mit der Firma, um zu verstehen, was passiert ist», fügte der Kommissar hinzu. Zugleich habe man strikte Vorschriften zur Überwachung dessen, was den Kontinent verlasse. «Wir haben dieses Instrument, das die Kommissionspräsidentin (Ursula von der Leyen) gestern noch einmal dargelegt hat, um sicher zu stellen, dass wir kontrollieren und keine Abflüsse haben, wenn ich so sagen darf.»

Breton stellte aber klar, dass es mit anderen Herstellern keine Probleme gebe. Biontech/Pfizer und Moderna hätten ihre Zusagen an die EU sogar übererfüllt.

Die EU-Kommission hatte die Exportkontrollen am 1. Februar eingeführt und diese Woche verschärft mit dem Ziel, dass die EU von den Herstellern fair beliefert werde. Damit sind Exportverbote möglich. Aus Furcht vor Gegenmaßnahmen sollen diese aber nur im Notfall verhängt werden.

(dpa)

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