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Corona-Zahlen auf Mallorca vor Beginn der Osterferien weiter niedrig

16:24
26.03.2021
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln ist am Tag vor dem Beginn der Osterferien in Deutschland nach offiziellen Angaben relativ niedrig geblieben. Auf Mallorca, wo zurzeit schon viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, sind seit Donnerstag 40 neue Infektionen registriert worden. Hinzu kommen zwei auf Menorca und eine auf Ibiza, wie das regionale Gesundheitsministerium in Palma am Freitag mitteilte. Insgesamt waren das sieben Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen verharrte bei rund 30. Zum Vergleich: Dieser Wert lag in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 119.

Die Regionalregierung mahnte jedoch trotzdem zu großer Vorsicht. Bereits bei 83 Prozent aller Neuinfektionen sei die zuerst in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus diagnostiziert worden, die ansteckender sei und zu schwereren Krankheitsverläufen führe. «Die Zahlen können jederzeit schnell wieder steigen», warnte die regionale Gesundheitsministerin Patricia Gómez kürzlich laut TV-Sender Ser.

(dpa)

Corona-Sperren in Italien: Schüler und Zirkusleute protestieren

15:13
26.03.2021
In Italien wächst der Unmut vieler Menschen wegen der Corona-Beschränkungen. In zahlreichen Städten gingen am Freitag Schülerinnen und Schüler auf die Straßen, um für eine schnelle Rückkehr in die Klassenräume zu demonstrieren. Millionen Kinder und Jugendliche in Italien haben seit langem hauptsächlich Fernunterricht. Die Regierung in Rom hatte kürzlich versprochen, die schrittweise Öffnung der Schulen nach Ostern zu prüfen. Im Zentrum der italienischen Hauptstadt protestierten zudem Zirkusleute in bunten Kostümen und mit Karussell-Pferden gegen die Einschränkungen für ihr Gewerbe.

An den Demonstrationen für den Zirkus und andere Unterhaltungsangebote beteiligten sich nach Berichten landesweit auch Mitarbeiter von Freizeitparks. Für die Proteste von Schülern, Lehrern und Eltern gegen den Fernunterricht, der als wenig effizient gilt, war nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in 60 Städten mobilisiert worden, darunter Mailand, Florenz, Rom und Neapel. «Wir haben es satt, zu Hause zu bleiben», sagte Carola Messina von den Organisatoren der Gruppe «Priorita alla scuola» (Priorität für die Schule) in Turin der Nachrichtenagentur zufolge. «Wir glauben nicht an eine Wiedereröffnung nach Ostern.» Die langen Schulschließungen sorgen in Italien seit der ersten Corona-Welle 2020 für Kritik. Die Experten der Regierung in Rom diskutieren nach einem Bericht der Zeitung «La Repubblica» über wöchentliche Corona-Tests in allen Schulen. Es gebe aber Bedenken, dass so ein Plan schwer zu organisieren und zudem teuer sei.

Die Corona-Zahlen in Italien sind höher als in Deutschland, in einigen Regionen sinken sie aber gerade wieder etwas.

(dpa)

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