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Frankreich wird Hochinzidenzgebiet - Tirol, Tschechien zurückgestuft

15:12
26.03.2021
In Deutschland steigen die Corona-Infektionszahlen immer weiter. In den meisten Nachbarländern ist die Lage aber weitaus dramatischer. Für Einreisende aus Frankreich werden nun die Regeln verschärft. Bei zwei anderen Nachbarländer gibt es dagegen Lockerungen.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit Testpflicht bei der Einreise ein. Das österreichische Bundesland Tirol sowie Tschechien und die Slowakei werden gleichzeitig von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Damit wird ein wesentlicher Teil der Einreisebeschränkungen für diese Länder und Regionen aufgehoben.

Die Infektionslage in Frankreich hatte sich in den vergangenen Wochen kontinuierlich verschlechtert. Täglich melden die Behörden etwa
30 000 neue Ansteckungen. Die Situation in den Krankenhäusern ist in mehreren Regionen extrem angespannt. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche liegt aktuell bei mehr als 300. Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet erfolgt ab einem Inzidenzwert von 200.

Wer aus diesen Gebieten einreist, muss einen negativen Corona-Test bei Einreise dabei haben. Für Pendler treffen die jeweiligen Bundesländer in der Regel spezielle Regelungen. Die Grenzregion Moselle war bereits Anfang März als Virusvariantengebiet eingestuft worden. Dort gibt es damit schon eine Testpflicht bei Einreise. Kontrolliert wird sie wahrscheinlich auch künftig nur stichprobenartig hinter der Grenze im Rahmen der sogenannten Schleierfahndung. Stationäre Grenzkontrollen sind nicht geplant.

An den Grenzen zu Tirol und Tschechien gibt es dagegen derzeit auf Wunsch der angrenzen Länder Bayern und Sachsen solche Grenzkontrollen. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie nun zumindest an der Grenze zu Tirol aufgehoben werden, das ab Sonntag nur noch «normales» Risikogebiet ist. Tschechien und die Slowakei bleiben dagegen Hochinzidenzgebiete.

Die Einstufung als Gebiete, in denen besonders ansteckende und gefährliche Virusvarianten verbreitet sind, war am 14. Februar erfolgt. Von dort dürfen derzeit nur Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzpendler mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen bei Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Alle anderen Einreisenden müssen für 14 Tage in Quarantäne - ohne Möglichkeit zu verkürzen.

Reisende müssen ab Sonntag folgende weitere Änderungen beachten:

- In Dänemark werden Nordjylland und Midtjylland als Risikogebiete eingestuft.

- Israel wird vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet zurückgestuft.

- In Kroatien wird Slawonien als Risikogebiet eingestuft.

- In Finnland und Norwegen werden jeweils einzelne Regionen von der Risikoliste gestrichen, aber es kommen auch neue hinzu.

(dpa)

Biontech: Auslieferung aus Marburg beginnt in nächsten Tagen

14:52
26.03.2021
Nach der offiziellen Zulassung des neuen Biontech-Werkes in Marburg durch die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) werden die ersten dort produzierten Impfstoffe in den nächsten Tagen zur Abfüllung nach Belgien transportiert. Wie das Mainzer Unternehmen am Freitag mitteilte, müssen die Impfstoffe schließlich noch etikettiert und verpackt werden. Nach diesen letzten Arbeitsschritten, die im Pfizer-Werk in Puurs erfolgen, sind dann noch einmal abschließende Qualitätsprüfungen angesetzt, unter anderem durch das Paul Ehrlich-Institut (PEI) und die firmeneigene Kontrolle. Die Auslieferung der ersten in Marburg hergestellten Impfstoffe an die Impfzentren wird für die zweite Aprilhälfte anvisiert.

Biontech plant, in Marburg noch in diesem Halbjahr bis zu 250 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs zu produzieren. Mit vollständigem Betrieb können dort nach Unternehmensangaben jährlich bis zu einer Milliarde Dosen des Impfstoffs hergestellt werden. Das Werk in Mittelhessen sei damit eine der größten Produktionsstätten von mRNA-Impfstoffen weltweit. Derzeit arbeiten 400 Biontech-Mitarbeiter in dem Werk, davon 200 Produktionsbeschäftigte im Schichtbetrieb rund um die Uhr und sieben Tage die Woche.

(dpa)

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