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Lauterbach: Ich glaube den Corona-Fallzahlen von Mallorca nicht

12:41
26.03.2021
Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die niedrigen Corona-Fallzahlen auf Mallorca für geschönt. Mallorca habe bestritten, dass es die besonders ansteckende Corona-Variante P1 auf der Insel gebe - «ich glaube das übrigens nicht, also ich glaube, dass dort P1 ist», sagte der SPD-Politiker am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung «Maybrit Illner». «Da wird auch noch getrickst, ich glaube da kein Wort. Ich glaube, dass die mittlerweile längst P1 haben. Und ich glaube auch den Fallzahlen nicht.»

Die Uni-Klinik Son Espases der Insel hatte schon am Dienstag die auch in Deutschland kursierenden Berichte dementiert, es sei P1 auf Mallorca diagnostiziert worden. «Wir haben die Variante B.1.1.28 gefunden. Die gefährliche Variante (aus Brasilien) ist die B.1.1.28.1, auch als P1 bezeichnet», sagte der Sprecher der Klinik, Juan Carlos González der Deutschen Presse-Agentur.

Nach den aktuellen Zahlen des regionalen Gesundheitsministeriums in Palma vom Donnerstag wurden binnen eines Tages 36 Menschen auf den Inseln im Mittelmeer positiv auf das Virus getestet. Davon entfielen 30 auf Mallorca, wo zurzeit viele Deutsche trotz der Warnungen der Bundesregierung ihren Urlaub verbringen, und je 3 auf Ibiza und Menorca. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen für die Balearen am Donnerstagabend mit 29,32 an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu Mittwoch.

Der niedrigste Stand bei dieser Sieben-Tage-Inzidenz war seit Jahresbeginn am 18. März gemessen worden, als dieser Wert mit 18,79 angegeben wurde. Seither stieg er täglich bis auf 30,80 am Mittwoch. Von Corona-Fällen unter Urlaubern wurde nichts bekannt. Auf den Balearen leben knapp 1,2 Millionen Menschen, davon mehr als 900 000 auf Mallorca.

(dpa)

Seibert: Durchhalten, bis Situation deutlich besser ist

12:40
26.03.2021
Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise die Bevölkerung dazu aufgerufen, gemeinsam durchzuhalten. «Das ist nicht nochmal ein Jahr, das sind verbleibende Monate, bevor die Situation wirklich deutlich besser ist», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Entscheidend sei immer gewesen, dass die Bürger mitzögen und ihr Verhalten der Pandemie anpassten. «Und man kann nicht oft genug sagen, wie dankbar man der überwältigenden Mehrheit der Bürger dafür ist, dass sie dieses seit dem vergangenen Frühjahr durchhält.» Es sei wichtig, das in den verbleibenden Monaten noch einmal zusammen durchzuhalten.

(dpa)

Litauen verlängert Lockdown und verhängt Reiseverbot über Ostern

12:39
26.03.2021
Im Kampf gegen das Coronavirus bleibt das öffentliche Leben in Litauen weiter eingeschränkt. Die Regierung in Vilnius verlängerte am Freitag den seit Ende 2020 geltenden Lockdown in dem baltischen EU-Land um einen weiteren Monat bis Ende April. Zugleich verhängte das Kabinett über Ostern ein Reiseverbot innerhalb des katholisch geprägten Ostseestaats: Die drei Millionen Litauer dürfen zwischen dem 27. März und dem 6. April ohne zwingenden Anlass nicht in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Regierungschefin Ingrida Simonyte appellierte an die Bevölkerung, Ostern zu Hause zu verbringen.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern hatte angesichts stark steigender Corona-Zahlen Mitte Dezember einen Lockdown mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt. Die Lage hat sich dadurch etwas entspannt. Seit Mitte Februar beschloss die Regierung in Vilnius daher schrittweise vorsichtige Lockerungen. Zuletzt hat angesichts der sich stärker ausbreitenden britischen Coronavirus-Variante die Zahl an Neuinfektionen aber wieder zugenommen. Seit Beginn der Pandemie wurden mehr als 211 000 Corona-Fälle registriert, über 3500 Menschen starben.

(dpa)

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