Letztes Update:
20210326131138

Ministerium: Jeder Impfstoff wird umgehend eingesetzt

11:59
26.03.2021
Von den über zwei Million nach Baden-Württemberg gelieferten Impfdosen sind 500 000 noch nicht verabreicht worden. «Die liegen aber nicht nur so rum, sondern sind verplant und mit Terminen verknüpft», erläuterte ein Sprecher des Sozialministeriums am Freitag in Stuttgart. Zudem gingen die Zahlen der Geimpften in den Kliniken häufig mit Verzögerung in die Statistik ein. Es gelte noch immer: «Die Nachfrage ist höher als das Angebot.» Deshalb werde jeglicher Impfstoff, den das Land bekommt, unverzüglich eingesetzt. Zuvor hatte der SWR unter Berufung auf das Robert Koch-Institut (RKI) darüber berichtet.

Derzeit werden laut Ministerium täglich 35 000 Menschen geimpft. «Wenn wir genügend Impfstoff hätten, könnten wir bis zu 80 000 Impfungen pro Tag in Baden-Württemberg durchführen», sagte der Sprecher.

(dpa/lsw)

Corona-Sperren in Italien: Schüler und Zirkusleute protestieren

11:56
26.03.2021
In Italien wächst der Unmut vieler Menschen wegen der Corona-Beschränkungen. In zahlreichen Städten gingen am Freitag Schülerinnen und Schüler auf die Straßen, um für eine schnelle Rückkehr in die Klassenräume zu demonstrieren. Millionen Kinder und Jugendliche in Italien haben seit langem hauptsächlich Fernunterricht. Die Regierung in Rom hatte kürzlich versprochen, die schrittweise Öffnung der Schulen nach Ostern zu prüfen. Im Zentrum der italienischen Hauptstadt protestierten zudem Zirkusleute in bunten Kostümen und mit Karussell-Pferden gegen die Einschränkungen für ihr Gewerbe.

An den Demonstrationen für den Zirkus und andere Unterhaltungsangebote wollten sich nach Berichten landesweit auch Mitarbeiter von Freizeitparks beteiligen. Die Proteste von Schülern, Lehrern und Eltern gegen den Fernunterricht, der als wenig effizient gilt, waren nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa in 60 Städten geplant, darunter Mailand, Florenz, Rom und Neapel. «Wir haben es satt, zu Hause zu bleiben», sagte Carola Messina von den Organisatoren der Gruppe «Priorita alla scuola» (Priorität für die Schule) in Turin der Nachrichtenagentur zufolge. «Wir glauben nicht an eine Wiedereröffnung nach Ostern.» Die langen Schulschließungen sorgen in Italien seit der ersten Corona-Welle 2020 für Kritik. Die Experten der Regierung in Rom diskutieren nach einem Bericht der Zeitung «La Repubblica» über wöchentliche Corona-Tests in allen Schulen. Es gebe aber Bedenken, dass so ein Plan schwer zu organisieren und zudem teuer sei.

Die Corona-Zahlen in Italien sind höher als in Deutschland, in einigen Regionen sinken sie aber gerade wieder etwas.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen