Letztes Update:
20210325095352

Kretschmann: Kontaktregeln über Ostern werden noch geklärt

09:52
25.03.2021
Nach dem Rückzieher bei der Osterruhe ist noch unklar, welche Kontaktbeschränkungen in Baden-Württemberg über die Feiertage gelten. «Das wird noch geklärt», sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. In dem Beschluss von Bund und Ländern vom frühen Dienstagmorgen hatte es geheißen, dass sich während des Oster-Lockdowns zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürfen. Kinder bis 14 Jahre sollten nicht mitgezählt werden.

Nachdem die Osterruhe aber am Mittwoch gekippt wurde, ist nicht klar, ob über die Feiertage nun die Kontaktregeln der Notbremse gelten. Das würde bedeuten, dass sich in Kreisen mit über 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen darf. Auch hier werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt.

Dem Vernehmen nach soll diese Frage bis diesen Freitag geklärt sein. In Bayern sollen auch über Ostern die strengen Kontaktregeln gelten. Wie in Baden-Württemberg sind aber Gottesdienste erlaubt, wenn die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

(dpa)

Merkel nimmt Länder bei Tests und Impfungen in die Pflicht

09:51
25.03.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Verbesserungen beim gesamten Corona-Krisenmanagement in Deutschland angemahnt und die Länder bei der Umsetzung vor Ort in die Pflicht genommen. Es sei von allen Ländern gesagt worden, dass für März und April ausreichend Tests bestellt seien, sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag. Für 40 000 Schulen und Tausende Kitas könne der Bund aber nicht von Berlin aus die Testinfrastruktur vorhalten. «Sondern dafür haben wir eine föderale Ordnung.» Wenn der Bund helfen könne, tue er das gerne. «Aber wir können es nicht alles organisatorisch umsetzen.»

Merkel sagte, in den Impfzentren werde tolle Arbeit geleistet. Wo man noch schneller und flexibler werden könne, müsse man es aber werden. Nach Ostern sollten die Hausärzte mit aufsteigender Tendenz in die Impfungen einbezogen werden. Es würden alle gebraucht, um Dosen zu verimpfen. «Es wäre dramatisch, wenn uns das nicht gelingen würde.» Wenn Impftermine trotz vorhandenen Impfstoffes nicht vergeben würden, sei das nicht in Ordnung.

Bund, Länder und Kommunen müssten sagen, wo sie besser werden könnten. «Wenn wir uns ausruhen, auf dem, was wir haben, reicht es nicht.» Sie wisse, wie schwer es viele haben, sagte Merkel. Sie betonte aber zugleich: «Man kann auch nichts erreichen, wenn man immer nur das Negative sieht.» Es sei mit den Impfungen Licht am Ende des Tunnels sichtbar, auch wenn es noch einige Monate dauern werde. «Wir werden dieses Virus besiegen. Und deshalb bin ich ganz sicher, dass wir das schaffen werden.»

(dpa)

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