Der Bundestag hat angesichts der steigenden Infektionszahlen für Abgeordnete und Beschäftigte eigene Corona-Teststrecken eingerichtet. Im Reichstagsgebäude sowie im Jakob-Kaiser-Haus und im Paul-Löbe-Haus gibt es nach Angaben der Bundestagsverwaltung insgesamt drei solcher Strecken. Das Angebot richtet sich an die 709 Abgeordneten und an die mehreren tausend Beschäftigten der Bundestagsverwaltung, der Abgeordneten und der Fraktionen.
Mitarbeiter, die im Bundestag präsent sein müssen und nicht aus dem Homeoffice arbeiten können, können sich einmal pro Woche einem Antigen-Schnelltest durch medizinisch geschultes Personal unterziehen. Alternativ können sie sich auch mit Hilfe zertifizierter Eigentests selbst testen. «Das Angebot dient der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Deutschen Bundestages und soll helfen, möglichst frühzeitig und weitgehend Infektionen zu erkennen und Infektionsketten zu vermeiden», hieß es zur Begründung.
Insgesamt wurden bislang 183 Corona-Fälle im Bundestag registriert (Stand: 18. März). Es infizierten sich 31 Abgeordnete, 38 ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 41 Beschäftigte der Fraktionen, 61 der Bundestagsverwaltung sowie 12 Beschäftigte von Fremdfirmen wie Handwerker oder Mitarbeiter des Fahrdienstes. Allerdings spielte sich das Infektionsgeschehen nicht zwingend immer im Bundestag ab. Es kann laut Bundestagsverwaltung auch am Wohnort oder im Wahlkreis der Betroffenen stattgefunden haben.