Letztes Update:
20210323100517

Bundestag hat jetzt eigene Corona-Teststellen

10:03
23.03.2021
Der Bundestag hat angesichts der steigenden Infektionszahlen für Abgeordnete und Beschäftigte eigene Corona-Teststrecken eingerichtet. Im Reichstagsgebäude sowie im Jakob-Kaiser-Haus und im Paul-Löbe-Haus gibt es nach Angaben der Bundestagsverwaltung insgesamt drei solcher Strecken. Das Angebot richtet sich an die 709 Abgeordneten und an die mehreren tausend Beschäftigten der Bundestagsverwaltung, der Abgeordneten und der Fraktionen.

Mitarbeiter, die im Bundestag präsent sein müssen und nicht aus dem Homeoffice arbeiten können, können sich einmal pro Woche einem Antigen-Schnelltest durch medizinisch geschultes Personal unterziehen. Alternativ können sie sich auch mit Hilfe zertifizierter Eigentests selbst testen. «Das Angebot dient der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Deutschen Bundestages und soll helfen, möglichst frühzeitig und weitgehend Infektionen zu erkennen und Infektionsketten zu vermeiden», hieß es zur Begründung.

Insgesamt wurden bislang 183 Corona-Fälle im Bundestag registriert (Stand: 18. März). Es infizierten sich 31 Abgeordnete, 38 ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 41 Beschäftigte der Fraktionen, 61 der Bundestagsverwaltung sowie 12 Beschäftigte von Fremdfirmen wie Handwerker oder Mitarbeiter des Fahrdienstes. Allerdings spielte sich das Infektionsgeschehen nicht zwingend immer im Bundestag ab. Es kann laut Bundestagsverwaltung auch am Wohnort oder im Wahlkreis der Betroffenen stattgefunden haben.

(dpa)

Impfstoff-Verteilung: Deutschland erteilt Österreich eine Absage

10:03
23.03.2021
Deutschland ist gegen die von Österreich und anderen Ländern geforderte Neuverteilung von Corona-Impfstoffen in der Europäischen Union. «Ich kann mich über diese Diskussion nur wundern», sagte Europa-Staatssekretär Michael Roth (SPD) am Dienstag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen. Es sei überrascht darüber, dass der Eindruck mangelnder Solidarität entstanden sei. «Wir haben hier ein sehr transparentes Verfahren», fuhr Roth fort.

Einige Staaten, darunter Österreich, hätten die ihnen nach Bevölkerungsgröße zustehenden Impfstoffkontingente nicht ausgeschöpft. Diese Mengen seien anderen EU-Ländern angeboten worden. «Daraus einen Konflikt zu konstruieren, der der Heilung bedarf, sehe ich überhaupt nicht», sagte Roth. «Ich sehe derzeit keine Veranlassung, an diesem transparenten und sehr fairen Verfahren etwas zu verändern.»

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte gemeinsam mit fünf weiteren Ländern darauf gedrungen, die Aufteilung der Impfstoffe neu zu justieren. «So wie es ist, so soll es nicht bleiben», hatte Kurz Mitte März gesagt. Auf seiner Seite hatte er Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien.

(dpa)

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