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Institut: Oster-Lockdown ohne große wirtschaftliche Folgen

10:01
23.03.2021
Der von Bund und Ländern beschlossene verschärfte Oster-Lockdown wird nach Einschätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung keine großen direkten Einflüsse auf die Wirtschaftsaktivität haben. «Einkäufe, die in der Schließzeit über Ostern nicht stattfinden, dürften entweder davor oder danach aufgeholt werden», sagte der Leiter des gewerkschaftsnahen Instituts, Sebastian Dullien, am Dienstag. In Deutschland soll von Gründonnerstag bis Ostermontag das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Corona-Pandemie zu brechen.

Die seit Anfang März eingeleitete Öffnungsstrategie habe allerdings «wirtschaftlich mehr Schaden als Nutzen gebracht», kritisierte Dullien. Da vor der Lockerung versäumt worden sei, die Infektionszahlen deutlich unter die Inzidenz von 50 zu senken, habe sich nun die Erholung des inländischen Konsums verzögert. «Wir rechnen mit einer deutlichen Erholung des Privatkonsums in Deutschland nun erst später im zweiten Quartal. Den April kann man nun auch für Gastgewerbe und Freizeitwirtschaft abschreiben», sagte Dullien.

(dpa)

Hamburger Bäcker verschenken 10 000 Quarkbällchen an Corona-Helfer

09:26
23.03.2021
Hamburgs Bäcker haben die ersten von rund 10 000 Quarkbällchen an Helfer in der Corona-Pandemie verschenkt. Am Dienstag wurde die erste süße Fuhre der Innungsbäcker an Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes verteilt. «Wir möchten damit die Alltagshelden küren. Die Alltagshelden sind Ärzte, Krankenschwestern, Erzieherinnen oder der gute Nachbar von nebenan. Die leisten so viel Gutes, dass wir gesagt haben: Wir geben etwas ab und versüßen ihnen den Tag», sagte Innungsobermeisterin Katharina Daube am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. 15 Bäcker der Hansestadt machen bei der Aktion mit. Die Quarkbällchen werden sowohl an Organisationen als auch an von anderen vorgeschlagene Menschen verschenkt.

(dpa)

Pharmaverband wehrt sich gegen WHO-Kritik an Impfstoffherstellung

09:25
23.03.2021
Der Weltpharmaverband wehrt sich gegen Vorwürfe der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Industrie trage zu einer Ungleichverteilung der Corona-Impfstoffe bei. In einer Stellungnahme zu später Stunde reagierte der Verband IFPMA am Montagabend auf Äußerungen von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Tedros hatte kurz zuvor bei einer Pressekonferenz kritisiert, dass nur eines der Unternehmen, die Corona-Impfstoff herstellen, zugesagt habe, während der Pandemie auf Profite durch den Impfstoff zu verzichten: Astrazeneca. Das Unternehmen, das einen in Oxford entwickelten Impfstoff vertreibt, sei auch das einzige, das durch Lizenzvergaben an andere Unternehmen zur Herstellung des Impfstoffs einen Beitrag zu größerer Produktion und damit zur zügigen Versorgung der ganzen Welt mit Impfstoff leite.

«Die Kritik der WHO zeigt einen Mangel an Verständnis für die Komplexität der Impfstoff-Herstellung und die globalen Lieferketten, und eine Geringschätzung für die gewaltige Herausforderung, die globale Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen für eine einzige Krankheit praktisch über Nacht zu verdreifachen», teilte der Generaldirektor des Verbandes IFPMA, Thomas Cueni, mit. Die Unternehmen arbeiteten mit Herstellern in armen und reichen Ländern zusammen. Technologietransfer finde in großem Umfang statt. China und Indien würden zusammen in diesem Jahr mehr Corona-Impfstoff herstellen als die USA und Europa.

Tedros kritisiert auch oft die Impfstrategie reicher Länder. Dort würden inzwischen jüngere gesunde Menschen geimpft, statt dass diese Länder Impfdosen an ärmere Länder abgeben, damit dort Gesundheitspersonal und besonders Gefährdete geimpft werden können.

(dpa)

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