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Lockdown in Tschechien: Polizei kontrolliert Zehntausende Fahrer

12:23
02.03.2021
Nach Kontrollen des neuen verschärften Corona-Lockdowns in Tschechien hat die Polizei eine überwiegend positive Bilanz gezogen. Die meisten Menschen hätten die nötigen Papiere dabei und zeigten Verständnis für die Maßnahmen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Man habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 53 000 Fahrzeuge angehalten und nur in 1527 Fällen die Weiterfahrt untersagen müssen.

Die Bürger dürfen ihren Bezirk seit Montag nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Erlaubt bleiben Wege zur Arbeit, zum Arzt und zu Behördengängen, wenn entsprechende Nachweise erbracht werden. Diese strikten Regeln sollen zunächst für drei Wochen gelten. Insgesamt beteiligen sich mehr als 30 000 Einsatzkräfte von Polizei, Armee und Zoll an den landesweiten Kontrollen.

Für Kritik in den sozialen Medien sorgt, dass alle Dokumente auf Papier ausgedruckt sein müssen. Die Polizei sei wohl noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen, hieß es in einem Online-Kommentar. «Nur dumm, dass die Papiergeschäfte geschlossen sind», merkte ein anderer Internet-Nutzer an.

Tschechien mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohner leidet aktuell besonders stark unter der Corona-Krise. Mehr als 7700 Patienten sind im Krankenhaus in Behandlung. Seit Beginn der Pandemie gab es mehr als 1,2 Millionen bestätigte Infektionen und mehr als 20 700 Todesfälle. Binnen sieben Tagen steckten sich nach dpa-Berechnungen rund 780 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an.

(dpa)

Hoteliers und Gastwirte demonstrieren für Öffnungsperspektive

11:50
02.03.2021
Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu den Corona-Beschränkungen haben Gastronomen und Hoteliers aus dem ganzen Land in Stuttgart für eine Öffnungsperspektive demonstriert. Auf dem Karlsplatz in der Innenstadt stellten sie am Dienstag gedeckte, aber unbesetzte Tische auf, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. «Wir waren die ersten, deren Betriebe geschlossen wurden - wir müssen endlich raus aus dem Dauer-Lockdown», forderte der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Südwesten, Fritz Engelhardt, laut einer Mitteilung. Hotels und Gastronomie dürften gegenüber anderen Wirtschaftszweigen nicht benachteiligt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Ländern wollen am Mittwoch über weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und mögliche Lockerungen des Lockdowns beraten. Man erwarte konkrete Öffnungsperspektiven für das gesamte Gastgewerbe - auch für die seit März 2020 durchgehend geschlossenen Clubs und Diskotheken, sagte Engelhardt. «Niemand im Dehoga fordert von der Politik, dass sie die Entwicklung der Infektionszahlen vorhersagen kann, und niemand von uns will unvorsichtige Maßnahmen, die einen dritten Lockdown zur Folge haben», sagte er. Wenn aber Perspektiven für vergleichbare Branchen in Aussicht gestellt würden, müsse das auch für das Gastgewerbe gelten.

(dpa/lsw)

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