Letztes Update:
20210322162031

Kreise: Genereller Lockdown soll vorerst bis 18. April weitergehen

16:17
22.03.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll der bestehende Lockdown in Deutschland grundsätzlich bis zum 18. April verlängert werden.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Über weitere konkretere Regelungen auch mit Blick auf die Osterzeit wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten weiter beraten. Der generelle Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen war bisher zunächst bis zum 28. März vereinbart. 

(dpa)

Nur wenige Südwest-Betriebe testen ihre Mitarbeiter schon selbst

15:56
22.03.2021
Der Einsatz von Corona-Schnelltests ist in baden-württembergischen Unternehmen bisher eher die Ausnahme. Bei einer am Montag in Stuttgart veröffentlichten Umfrage des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) unter 935 Betrieben kam heraus, dass nur 19 Prozent der befragten Unternehmen Schnelltests anwenden. Immerhin 27 Prozent wollen demnach in Kürze mit solchen Tests starten. Bei den Großbetrieben mit mehr als 1000 Beschäftigten sind die Anteile etwas größer: In dieser Gruppe bieten 46 Prozent der befragten Betriebe Schnelltests an, ein Drittel hat entsprechende Pläne. Die Umfrage ist allerdings für den Südwesten nicht repräsentativ, in Baden-Württemberg gibt es insgesamt mehr als 280 000 Unternehmen mit Beschäftigten.

Beim Softwarehersteller SAP werden am Stammsitz in Walldorf nach Angaben eines Sprechers schon seit Monaten denjenigen Mitarbeitern Schnelltests angeboten, die etwa bei Präsenz-Meetings auf Kollegen treffen. Der Sportwagenbauer Porsche plant, seinen Beschäftigten bald ebenfalls Schnelltests anzubieten - wann genau und in welchem Umfang ist nach Angaben eines Sprechers aber noch offen. Der Autobauer Daimler setzt bisher in erster Linie auf Selbsttests: Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice arbeiten können, bekommen laut Konzern einmal pro Woche einen Selbsttest, um sich zu Hause zu testen.

(dpa/lsw)

Unregelmäßigkeiten bei Schnelltests in Tübingen

15:26
22.03.2021
Bei der Abnahme von Corona-Schnelltests im Zuge des bundesweit vielbeachteten Modellprojekts «Öffnen mit Sicherheit» in Tübingen ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Von an rund 2000 Menschen durchgeführten Tests wurden 25 Menschen in die Isolation geschickt, obwohl sie möglicherweise gar nicht positiv waren. Dies teilte der Betreiber von zwei Schnelltestständen, die Kern Medical GmbH (KME), am Montag mit. KME hatte seine Schnelltests bei einer weitaus niedrigeren Temperatur getestet und ausgewertet als vorgeschrieben. Laut Hersteller Abbott müssen die Schnelltests bei Zimmertemperatur zwischen 15 Grad und 20 Grad durchgeführt und ausgewertet werden. Zudem müssen die Kits selbst 30 Minuten vor dem Gebrauch ebenfalls mindestens 15 Grad erreicht haben. Dies sei in Tübingen nicht der Fall gewesen, sagte KME-Gesundheitsmanager Florian Vek.

«Wir gestalten unsere Teststationen gerade um, damit die korrekte Temperatur zur Auswertung der Tests gewährleistet ist» sagte Vek. Ins Rollen gebracht hatte den Fall der Tübinger Unternehmer Martin Konold, dem am Samstag in der Innenstadt die Schnelltestkits bei einer Außentemperatur von vier Grad auf einer Bank liegend aufgefallen waren. Er hatte seine Beobachtung mit einem Tweet öffentlich gemacht. Angeheuert wurde KME durch die Stadt Tübingen. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern. «Kein Kommentar», sagte er auf Anfrage. KME-Gesundheitsmanager Vek sagte dazu: «Der Vorfall ist der Tatsache geschuldet, dass das schnell gehen musste. Weder wir noch die Stadt Tübingen haben im Rahmen des Aufbaus der Stationen die Temperaturvorgaben berücksichtigt.»

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen