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Bundesregierung warnt erneut vor weiteren Corona-Lockerungen

13:52
22.03.2021
Die Bundesregierung hat angesichts steigender Corona-Zahlen erneut vor weiteren Öffnungen gewarnt. An Lockerungen sei nur bei stabilen oder sinkenden Inzidenzzahlen zu denken, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag in Berlin anlässlich von Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. «In dieser Situation sind wir gegenwärtig nicht.» Die Infektionszahlen nähmen deutlich zu, die ansteckendere britische Virusvariante sei inzwischen die dominierende in Deutschland geworden, die Intensivbetten-Belegung sei gestiegen.

Damit sei nun der Fall eingetreten, in dem die von Bund und Ländern vereinbarte «Notbremse» zum Tragen komme, sagte Fietz. Sie sieht die Rücknahme von Öffnungen vor, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Region oder in einem Land an drei aufeinander folgenden Tagen über die Schwelle von 100 steigt. Bundesweit lag diese Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag nun bei 107,3 - und damit etwas höher als am Vortag mit 103,9.

Es gelte nun, ein weiteres Ansteigen der Werte zu verhindern. Nächste Öffnungsschritte seien so lange zurückstellen, «bis wir wieder stabile Inzidenzwerte haben», sagte Fietz. Vor diesem Hintergrund solle auch über Urlaubsreisen gesprochen werden. Einen Anstieg der Todeszahlen und eine Überlastung der Kliniken müsse man verhindern. Ziel sei, nicht in eine Situation wie vor Weihnachten zu kommen.

(dpa)

"ZeroCovid"-Kampagne fordert "Notbremse für die Wirtschaft"

13:51
22.03.2021
Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen hat die «ZeroCovid»-Kampagne gefordert, die deutsche Wirtschaft zur Bekämpfung der Corona-Pandemie runterzufahren. «Wir brauchen dringend eine Notbremse für die Wirtschaft: Während die Menschen seit Monaten massiv in ihrem Privatleben eingeschränkt werden, hat man die Wirtschaft einfach weiter laufen lassen», teilte Sprecherin Gizem Fesli (Linke) mit.

Laut einem Positionspapier der Kampagne sollen alle «gesellschaftlich nicht zwingend erforderlichen Dienstleistungs- und Produktionsbereiche für mindestens drei Wochen bei vollem Lohnausgleich und finanzieller Unterstützung» geschlossen werden. Zudem sollen demnach Homeoffice-Regelungen ausgeweitet und Hygieneregeln verbessert werden, «wo lebensnotwendige Arbeit weitergeführt werden muss». Das Positionspapier der Initiative haben eigenen Angaben zufolge mehr als 100 000 Menschen in einer Online-Petition unterschrieben.

«ZeroCovid» ist eine Initiative mehreren Dutzend Wissenschaftlern, Ärzten, Pflegekräften und Künstlern mit dem Ziel, die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohnern nicht nur auf einen Wert von unter 50 zu drücken, sondern nahezu auf Null.

(dpa)

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