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Mehrfachjob-Anteil im Südwesten höher als im Bundesschnitt

11:51
22.03.2021
Viele Menschen in Baden-Württemberg haben mehr als nur einen Job. Der Anteil ist höher als im bundesweiten Durchschnitt und zudem im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte deutlich gestiegen, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, die die Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti (Linke) bei der Bundesregierung abgefragt hat. 2019 - neuere Zahlen liegen nicht vor - waren es laut Statistik rund 447 000 Menschen. Das entsprach einem Anteil von 7,5 Prozent aller Erwerbstätigen. Bundesweit lag der Anteil bei 5,4 Prozent. Zuvor hatten «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» darüber berichtet.

Vor 30 Jahren lag der Anteil im Südwesten noch bei 2,7 Prozent und war seither immer höher als bundesweit. Seit 2016 ist er der Statistik zufolge aber nicht mehr gestiegen.

Gute zwei Drittel übten 2019 auch ihre Zweitbeschäftigung als abhängig Beschäftigte aus. Die Übrigen waren selbstständig, entweder allein oder mit eigenen Beschäftigten. Im Schnitt arbeitete laut Statistik jeder Mehrfachbeschäftigte pro Woche knapp 41 Stunden. Bei gut jedem Fünften waren es mehr als 48 Stunden.

Gründe für die Aufnahme mehrerer Jobs nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort nicht, sondern verweist auf eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Darin werden in erster Linie finanzielle Motive genannt, allerdings auch Versicherungsfragen und soziale Aspekte.

(dpa/lsw)

Bareiß: Können bei «kontaktlosem Reisen» trotz Corona «offener sein»

11:28
22.03.2021
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), macht sich stark dafür, Reisen in Deutschland trotz steigender Corona-Infektionszahlen unter Auflagen zu ermöglichen. «Ich glaube, dass wir bei kontaktlosem Reisen, bei Ferienwohnungen, bei Ferienhäusern und Campingplätzen offener sein können», sagte er am Montagmorgen kurz vor den Bund-Länder-Beratungen dem Fernsehsender Phoenix. So soll Reisen dort möglich sein, wo Urlauber über eigene sanitäre Anlagen verfügen und sich auch selbst mit Essen versorgen können.

Losgetreten wurde die Debatte mit der Streichung unter anderem von Mallorca von der Liste der Corona-Risikogebiete wegen der dort gesunkenen Infektionszahlen. «Für mich war es bitter, dass wir Mallorca möglich machen und dass es dort keine Reisewarnung mehr gibt, aber das Schwarzwaldhotel oder das Hotel an der Ostsee muss weiterhin geschlossen bleiben», sagte er.

Kurzurlaub in Deutschland ist nach den geltenden Corona-Regelungen nicht möglich. Die Bundesregierung rät generell von touristischen Reisen im Inland oder ins Ausland ab. «Ich hoffe, dass durch das Impfen und Testen mehr Reisen zukünftig möglich sind und wir Sicherheit schaffen können», betonte Bareiß.

(dpa)

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