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20210322112831

Neuer Entwurf für Bund-Länder-Runde: Verwandtenbesuche über Ostern?

10:57
22.03.2021
Ungeachtet hoher Corona-Infektionszahlen ist vor den Bund-Länder-Beratungen im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche zu erlauben. Konkret liegt ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf hervor, der am Montagvormittag vom Kanzleramt verschickt wurde und in dem Vorschläge und Forderungen von A- und B-Ländern enthalten sind. Das Papier, das der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorlag, hat den Stand 22. März, 10.00 Uhr. Sehr viele Punkte darin sind noch in eckigen Klammern, darüber dürfte es zum Teil also noch viele Diskussionen geben.

Dazu zählt auch der Vorschlag, über Ostern mehr Kontakte zu erlauben - wobei zunächst unklar war, wer diesen Vorschlag eingebracht hat. Anders als im Lockdown über Ostern im vergangenen Jahr sollten Verwandtenbesuche in diesem Jahr möglich sein, heißt es hierzu in dem Papier. Das besonnene Verhalten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland während der Weihnachtstage habe eindrucksvoll gezeigt, wie Familienzusammenkünfte sicher gestaltet werden könnten.

Wörtlich heißt es in dem Beschlussentwurf: «Daher werden die Länder vom 2. April bis zum 5. April 2021 - als Ausnahme von den sonst geltenden Kontaktbeschränkungen - Treffen mit 4 über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandten in gerader Linie, Geschwistern, Geschwisterkindern und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen zulassen, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet.»

(dpa)

Umfrage: Große Mehrheit will in den Osterferien zu Hause bleiben

10:35
22.03.2021
Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen will eine große Mehrheit der Deutschen in den Osterferien zu Hause bleiben. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 79 Prozent der Befragten an, nicht verreisen zu wollen. Nur 2 Prozent wollen im Ausland Urlaub machen, weitere 4 Prozent wollen im Inland verreisen. 10 Prozent hatten sich zum Zeitpunkt der Umfrage (16. bis 18. März) noch nicht entschieden.

Nächste Woche beginnen in den meisten Bundesländern die Osterferien. Bisher ist noch völlig unklar, welche Urlaubsmöglichkeiten im Inland es dann überhaupt geben wird. Darüber wollte am Montagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Hotels, Pensionen und Ferienhäuser sind für Touristen noch geschlossen. Bund und Länder raten derzeit generell von touristischen Reisen ab.

Im Ausland stehen etwa 160 der insgesamt rund 200 Länder auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts. Wer in diesen Ländern Urlaub macht, muss bei Rückkehr in Quarantäne. Einzelne Urlaubsgebiete im europäischen Ausland sind allerdings wegen gesunkener Infektionszahlen seit kurzem kein Risikogebiet mehr. Dazu zählen alle Inseln der spanischen Balearen, Teile des spanischen Festlands, Portugals und die beliebte kroatische Ferienhalbinsel Istrien. Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca hatte vor einer Woche einen Buchungsboom ausgelöst.

(dpa)

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