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20210321142042

Über 15 000 Corona-Tests im Biathlon-Weltcup - 55 positive Fälle

14:19
21.03.2021
Zum Abschluss der Biathlonsaison hat es im Rahmen des Weltcupfinals im schwedischen Östersund keine Nachweise auf das Coronavirus mehr gegeben. Wie der Weltverband IBU am Sonntag mitteilte, fielen seit Freitag alle 530 Tests negativ aus. Insgesamt wurden in diesem Winter seit Ende November mehr als 15 000 Tests durchgeführt. Dabei gab es 55 positive Resultate, die zu Quarantäne und Isolation führten.

(dpa)

Entwurf der SPD-Länder: Längerer Corona-Lockdown bis in den April

14:18
21.03.2021
Bei den Corona-Beratungen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten an diesem Montag soll nach dem Willen der SPD-regierten Länder über eine generelle Verlängerung der geltenden Lockdown-Regelungen bis in den April gesprochen werden. Die entsprechenden Landesverordnungen würden bis zum «XX. April 2021» verlängert, heißt es ohne konkrete Datumsangabe in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf von Seiten der SPD-Länder. Vorerst gelten die Regelungen bis 28. März.

In dem Papier mit Stand von Samstag, 20.40 Uhr, ist auch von einem Konzept des «kontaktarmen Urlaubs» die Rede. Dieser könne demnach für «Bürger des jeweils eigenen Landes unter Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen, strengen Hygieneauflagen und der Umsetzung eines Testregimes ermöglicht werden». Möglich sein könnte dies in Beherbungen, bei denen man eigene sanitäre Anlagen nutzen und Essen über Selbstversorgung organisieren kann. Dies treffe für Apartments und Ferienwohnungen, Wohnwagen und Wohnmobile zu.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) wies am Sonntag auf Twitter darauf hin, dass das in Berlin kursierende Papier «NICHT aus dem Kanzleramt» stamme. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen am Montag über das weitere Vorgehen beraten.

(dpa)

Forscher warnt vor starker dritter Corona-Welle

12:55
21.03.2021
Die dritte Welle der Corona-Pandemie könnte Forschern zufolge wesentlich höher werden als die zweite, falls nicht weitere Maßnahmen wie Schnelltests und Masken ausgebaut werden. Grund sei die hohe Übertragbarkeit der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7. Ungeschützte Kontakte in Innenräumen trügen derzeit «dramatisch» zum Infektionsgeschehen bei, schreibt ein Team um den Mobilitätsforscher Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin im Modus-Covid-Bericht. Corona-Infektionen erfolgten maßgeblich im eigenen Haushalt, bei privaten Besuchen, auf der Arbeit und in Schulen.

Die Forscher nutzen für ihre Modelle Daten von Berlin und Umgebung. Die Ergebnisse seien jedoch auf ganz Deutschland übertragbar, erläuterte Nagel mit Verweis auf seine Untersuchungen in weiteren Städten.

«Unsere Simulationen zeigen, dass selbst mit den Restriktionen vom Januar die dritte Welle höhere Inzidenzen aufweisen wird als die zweite», schreibt das Team. Die dämpfende Wirkung der wärmeren Jahreszeit sei schon berücksichtigt. Auch wenn bis Mitte April 15 Prozent der Bürger mindestens eine Impfung haben, sei dies deutlich zu gering, um die Erhöhung der Übertragung durch die neue Variante von 35 bis 70 Prozent auszugleichen.

Der Bericht stellt folgende Punkte heraus:

- Ein hohes Übertragungsrisiko im Haushalt sei unvermeidbar, solange die Isolierung von Erkrankten in Hotels nicht zum Regelfall werde.

- Die derzeitigen Regeln für gegenseitige Besuche seien zu schwach, «weil die Bevölkerung daraus mitnimmt, dass die noch erlaubten Kontakte epidemiologisch unbedenklich sind», schreiben die Forscher. «Dies ist nicht der Fall; es muss dringend kommuniziert werden, dass im Hinblick auf B.1.1.7 jeglicher ungeschützter Kontakt außerhalb des eigenen Haushaltes in Innenräumen nicht mehr akzeptabel ist.» Kontakte sollte es nur noch mit mindestens einer der Maßnahmen wie Selbsttests, Impfungen, Verlagerung nach draußen oder Masken geben.

- Auch in jedem Mehrpersonenbüro sei eine Maskenpflicht nötig, weil sich die virenhaltigen Aerosole im ganzen Raum verteilten.

- In Schulen raten die Forscher zu mindestens zwei Maßnahmen von: Maskenpflicht, Schnelltest oder Wechselunterricht.

- Eine Strategie mit Schnelltests könne nur wirksam sein, wenn die Menschen bei positivem Test sofort in Quarantäne gehen und das Ergebnis des notwendigen PCR-Tests abwarten.

Insgesamt sei es effektiver, alle Bereiche zu beteiligen, als in einem einzelnen Bereich weitere Schutzmaßnahmen hinzuzufügen. «Zum Beispiel hat nach der Einführung der Maskenpflicht im Einzelhandel die vollständige Schließung nicht-essenzieller Geschäfte kaum zusätzliche Wirkung», heißt es in dem Bericht.

(dpa)

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