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Bund will wichtiges Corona-Hilfsprogramm verlängern

09:30
21.03.2021
Der Bund will angesichts der anhaltenden Corona-Krise ein wichtiges Hilfsprogramm aufstocken und bis Jahresende verlängern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es um das Sonderprogramm der staatlichen Förderbank KfW, darunter den Schnellkredit. Das Sonderprogramm ist bisher bis zum 30. Juni befristet.

Zugleich sollen Kredithöchstbeträge angehoben werden. So sollen beim KfW-Schnellkredit die Kreditobergrenzen für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten auf 1,8 Millionen Euro angehoben werden - statt bisher 800 000 Euro. Bei Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten soll die Obergrenze auf 1,125 Millionen Euro steigen, bisher liegt sie bei 500 000 Euro. Der Kredithöchstbetrag für Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern soll auf 675 000 Euro erhöht werden, statt 300 000 Euro. Die Maßnahmen sollen nach den Informationen von der KfW zum 1. April umgesetzt werden.

Mit den KfW-Programmen sollen Unternehmen mit Liquidität versorgt werden. Beim Schnellkredit übernimmt die KfW und damit der Bund das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei.

Im Jahr 2020 sagte die Förderbank Unternehmen und Selbstständigen Corona-Hilfskredite von rund 45 Milliarden Euro zu, davon erreichte der Schnellkredit Zusagen von 5,9 Milliarden Euro. Daneben gibt es etwa einen KfW-Unternehmerkredit oder einen Gründerkredit.

Mit dem Schnellkredit sollen laut KfW Unternehmen bei Investitionen unterstützt werden sowie bei laufenden Kosten wie Mieten und Gehältern. Der Zinssatz beträgt 3 Prozent. Für die Rückzahlung haben Firmen bis zu 10 Jahre Zeit.

Die Politik hat in der Corona-Krise milliardenschwere Hilfsprogramme beschlossen, um die Folgen der Pandemie auf Firmen und Jobs abzumildern. Es gibt aber massive Kritik von Wirtschaftsverbänden an einer schleppenden Umsetzung der Hilfen und an einem komplexen Fördersystem.

Für ein zentrales Instrument in der Krise, die Überbrückungshilfe III, läuft der Förderzeitraum bisher bis Juni. Ob dieser verlängert wird, ist noch unklar.

(dpa)

Umfrage: Jede fünfte Firma bietet Mitarbeitern Corona-Tests an

09:29
21.03.2021
Knapp jedes fünfte Unternehmen in Deutschland bietet seinen Mitarbeitern nach einer Umfrage aktuell regelmäßig Corona-Tests an. Genau sind dies 19 Prozent der Betriebe, während 28 Prozent der Firmen planen, dies in Kürze zu tun. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Die Ergebnisse liegen der Deutschen Presse-Agentur vor.

Unter den Betrieben, die nicht testen, befinden sich auch
viele Firmen, deren Beschäftigte komplett im Homeoffice sind beziehungsweise die vom Lockdown betroffen sind - also Branchen wie die Gastronomie.

Je größer die Unternehmen sind, desto häufiger gibt es laut Umfrage vorhandene Teststrategien oder entsprechende Pläne. Bei den Großunternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten testen demnach bereits 40 Prozent der Unternehmen. Weitere 39 Prozent in dieser Kategorie gaben an, in Kürze zu starten.

Insgesamt haben rund die Hälfte der Betriebe noch keine konkreten Pläne für eine Teststrategie. Für fast ein Drittel von ihnen stellt sich diese Frage aktuell nicht - denn 23 Prozent der Betriebe arbeiten laut Umfrage ausschließlich im Homeoffice. Neun Prozent befinden sich derzeit im kompletten Lockdown.

Die Spitzen der deutschen Wirtschaft hatten nach einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, die Corona-Tests bei den Beschäftigten in Deutschland erheblich auszuweiten.

An der aktuellen Unternehmensbefragung beteiligten sich über die Industrie- und Handelskammern 8000 Unternehmen aller Branchen und Regionen. Die Umfrage ist Teil der Initiative zur Ausweitung des Testangebots von folgenden Verbänden: DIHK, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Bundesverband der Deutschen Industrie und Zentralverband des Deutschen Handwerks.

Als zentrale Herausforderung beim Entwickeln von Corona-Teststrategien nannten Firmen in der Umfrage mangelnde Informationen zum Umgang mit Tests in den Betrieben. 42 Prozent derjenigen Unternehmen, die bislang noch nicht testen beziehungsweise in Kürze testen wollen, beklagten eine mangelnde Informationslage. 24 Prozent dieser Firmen gab an, es fehle ein passendes Schulungsangebot für die betriebsinterne Durchführung von Tests. 23 Prozent gaben an, Tests könnten nicht beschafft werden, da Anbieter nicht lieferten.

Von den Unternehmen, die ihre Beschäftigten bereits testen, wünschen sich rund die Hälfte der Betriebe finanzielle Unterstützung. Besonders für kleine und mittlere Betriebe stellten die Kosten ein Problem dar, hieß es.

(dpa)

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