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20210320162857

Südwesten nur noch knapp unter Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 100

16:28
20.03.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten kratzt inzwischen an der Marke von 100. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche lag am Samstag (Stand: 16.00 Uhr) bei 99,8 und damit nur knapp unter dem Wert von 100, ab dem für Kreise eine sogenannte Notbremse gilt, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte.

Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde 2272 neue Corona-Infektionsfälle. Damit stieg der Wert seit Beginn der Pandemie auf 343 194. Dazu kamen 8 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Virus auf nun 8525.

Nur noch der Kreis Rottweil (37,2) weist eine Inzidenz von weniger als 50 auf. Alle 43 anderen Stadt- oder Landkreise liegen mittlerweile darüber. 17 Kreise verzeichnen eine Inzidenz von mehr als 100. Die Kreise Rastatt (207,4) und Schwäbisch Hall (280,5) bilden die Spitze mit dem landesweit höchsten Infektionsgeschehen.

Rund 961 000 Menschen haben inzwischen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten (Stand: Freitag, 23.55 Uhr). Das sind rund 22 000 mehr als am Vortrag. Über den potenziell vollen Impfschutz mit beiden Impfungen verfügen demnach bereits mehr als 431 000 Menschen, rund 11 000 kamen im Vergleich zum Vortag dazu.

(dpa/lsw)

Gut 200 Politiker beteuern: Würden uns mit Astrazeneca impfen lassen

14:23
20.03.2021
Gut 200 Politiker haben laut einer Medienumfrage beteuert, dass sie sich bedenkenlos den Corona-Impfstoff von Astrazeneca spritzen lassen würden. So erklärte etwa Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) dem Nachrichtenportal Watson, alle zugelassenen Impfstoffe seien wirksam und sicher. Sobald er an der Reihe sei, werde er sich deshalb impfen lassen - «gerne auch mit dem Impfstoff von Astrazeneca».

Das Präparat kann nach einem vorsorglichen Impfstopp nun wieder eingesetzt werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte dies am Donnerstag befürwortet, es soll aber ein neuer Warnhinweis dazukommen. Dabei geht es um seltene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen.

Ähnlich wie Braun äußerten sich dem Bericht zufolge Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), sowie die Regierungschefs von Berlin, Hamburg, Brandenburg und Hessen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel würde sich mit Astrazeneca impfen lassen, wie sie am Freitagabend sagte. Sie fügte hinzu: «Ich möchte aber warten, bis ich dran bin.»

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte: «Die Bundesregierung reiht sich ein. Wir lassen uns impfen, wenn wir dran sind. Ich würde mich auch mit Astrazeneca impfen lassen. Die Sicherheit zu haben, nicht mehr an Covid-19 sterben zu müssen, ist doch ein gutes Gefühl.» Auch Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil sowie Justizministerin Christine Lambrecht (alle SPD) beteuerten, sie würden das Astrazeneca-Präparat gerne verabreicht bekommen, wenn sie an der Reihe sind.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte dem Bericht zufolge, er würde sich Astrazeneca spritzen lassen - «ohne Sorgen oder Bedenken». Er habe vollstes Vertrauen, dass die von Experten geprüften und zugelassenen Impfstoffe sicher seien. SPD-Vizechef Kevin Kühnert sagte über ein mögliches Impfangebot mit Astrazeneca: «Gerne. Immer her damit!» Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) sagte Watson: «Es ist extrem bedauerlich, dass das Vertrauen in diesen Impfstoff geschwunden ist. Mit einer bedachteren Kommunikation hätte man diesen Vertrauensverlust möglicherweise verhindern können.»

(dpa)

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