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20-Jähriger ohne Maske schlägt Busfahrer

12:09
20.03.2021
Weil er keine Corona-Schutzmaske tragen wollte, soll ein 20-Jähriger in Ravensburg auf einen Busfahrer losgegangen sein. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte der Fahrer den Mann und seinen Begleiter zuvor beim Einsteigen auf die Maskenpflicht hingewiesen. Der 20-Jährige soll dem Busfahrer daraufhin mehrfach ins Gesicht geschlagen haben. Als Polizisten die zwei Männer am Freitagabend in einem Einkaufszentrum festnehmen wollte, wehrte sich der mutmaßliche Schläger demnach heftig. Dabei verletzte er den Angaben zufolge auch zwei Beamte leicht. Eine 32-Jährige sei nicht mehr dienstfähig gewesen, hieß es.

(dpa/lsw)

Keine ausländischen Zuschauer bei Olympia in Tokio zugelassen

10:49
20.03.2021
Bei den Sommerspielen in Tokio dürfen wegen der Corona-Pandemie keine ausländischen Fans nach Japan einreisen. Diese Entscheidung teilten die japanischen Organisatoren am Samstag in einer Video-Schalte dem Internationalen Olympischen Komitee und den Paralympics-Machern mit. Grund für den Beschluss ist die Angst vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Das IOC und das Internationale Paralympische Komitee hätten die Entscheidung «vollkommen respektiert und akzeptiert», hieß es. Ticketkäufer aus dem Ausland sollen eine Kosten-Erstattung erhalten.

In Umfragen hatte sich zuletzt eine deutliche Mehrheit der Japaner für eine erneute Verlegung der bereits um ein Jahr verschobenen Sommerspiele oder sogar eine komplette Absage ausgesprochen. Die Olympia-Macher bemühen sich, mit strengen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie Vertrauen für die Austragung von Olympia und Paralympics zu gewinnen. Die neue Organisationschefin Seiko Hashimoto hatte auf eine Entscheidung über ausländische Olympia-Fans noch vor Beginn des olympischen Fackellaufs am 25. März gedrängt.

Bislang waren rund eine Million Tickets an Fans aus dem Ausland verkauft worden. Für das geplante Budget der Organisatoren ist der Ausfall bei den Ticket-Einnahmen ein harter Schlag. Hinzu kommen erhebliche Folgen für das Tourismus-Gewerbe, das auf viel Geld von Olympia-Gästen und die Werbewirkung gehofft hatte.

4,5 Millionen Eintrittskarten gingen bislang an japanische Käufer. Ob Einheimische bei Olympia und Paralympics in die Arenen dürfen, soll erst bis Ende April entschieden werden.

IOC-Chef Thomas Bach hatte schon vor den Beratungen Unterstützung für den Fall eines Zuschauer-Ausschlusses signalisiert. «Wir müssen die Sicherheit aller Teilnehmer der Spiele und des japanischen Volkes voranstellen, dem wir jetzt schon sehr viel Respekt schulden», sagte Bach. Man müsse Opfer von allen verlangen und dafür um Verständnis bitten, fügte der 67-Jährige hinzu.

(dpa)

Österreich macht Tempo beim europäischen Impfpass

09:58
20.03.2021
Österreich will bei einem Treffen mit zwölf anderen europäischen Staaten den Grünen Pass für Reisefreiheit in Corona-Zeiten vorantreiben. Die Beratungen sollten noch vor Ostern stattfinden, kündigte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Samstag in Wien an. Teilnehmen sollen unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien. Die EU-Kommission will, dass der Ausweis zum 1. Juni einsatzbereit ist. Österreich und einige andere Länder drängen auf ein höheres Tempo.

«Jede Abstimmung, die vorher stattfindet, wird dem Projekt helfen», sagte Köstinger. Dabei geht es neben rechtlichen Fragen auch darum, ob zum Beispiel die Quarantänepflicht sowohl im Ziel- wie im Herkunftsland entfällt oder wie viele Tests im Gastland nötig sind, damit eine ungehinderte Rückreise möglich ist. Zur Vorbereitung will Köstinger am Montag den Vizepräsidenten der EU-Kommission, Margaritis Schinas, treffen.

Der Grüne Pass werde Reisefreiheit und Normalität im Alltag zurückbringen, betonte die Ministerin. «Es ist wichtig, dass die Tourismusländer hier an einem Strang ziehen, um eine rasche Umsetzung sicherzustellen.» Unterdessen sieht Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober für größere Lockerungen momentan keine Chance. «Wir haben derzeit sicher keine Phase, wo es (...) um eine Phase der großen Lockerungen geht», sagte er im ORF-Radio angesichts steigender Neuinfektionszahlen und der Situation in den Intensivstationen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich liegt derzeit bei etwa 220 - mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Regional ist die Entwicklung sehr unterschiedlich. Die Regierung in Wien berät am Montag über die Strategie für die nächsten Wochen.

(dpa)

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