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20210320095635

Corona-Schnelltests an der Fähre - Reederei bereit für Urlauber

09:14
20.03.2021
Die Reederei Norden-Frisia will für mögliche Urlauber gewappnet sein und hat dazu ein Zentrum für Corona-Schnelltests am Fähranleger in Norddeich eingerichtet. «Für den Fall, dass eine verpflichtende Test-Regelung kommt, sind wir vorbereitet», sagte Reederei-Sprecher Fred Meyer der Deutschen Presse-Agentur. Schon jetzt können sich Geschäftsreisende oder Handwerker, die nach Juist und Norderney wollen, freiwillig auf Corona testen lassen. Die Antigen-Schnelltests werden von einem Dienstleister im Auftrag der Reederei gemacht. Dazu wurden Container nur wenige Meter vom Fähranleger entfernt aufgestellt.

Das Angebot werde bereits gut angenommen, sagte Meyer. In der kommenden Woche soll ein weiteres Testangebot auf Norderney eingerichtet werden. In der Frage, ob Osterurlaube auf den Inseln noch möglich sein werden, sei die Reederei «verhalten optimistisch». Meyer stellte aber auch klar: Sollte tatsächlich eine Testpflicht kommen, würden Reisende auch gebeten werden, schon vor Antritt der Fährfahrt einen negativen Corona-Test mitzubringen. «Unser Angebot kann da nur eine Ergänzung sein.»

Am Freitag machten sich bereits Vertreter der Ostfriesischen Inseln dafür stark, Inselurlaube bald mithilfe einer doppelten Teststrategie zuzulassen. Demnach sollen Urlauber künftig nur mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, anreisen dürfen. Ein Schnelltest, etwa an der Fähre in Norddeich, würde dann nicht reichen. Zwei bis vier Tage später sollen sich Gäste dann auf einer Insel noch einmal einem Corona-Schnelltest unterziehen. Bei längeren Aufenthalten sind wöchentlich Wiederholungen vorgesehen.

Ob und wie Osterurlaube in Niedersachsen möglich sein werden, ist noch unklar. Klarheit erhoffen sich Touristiker und Gastgewerbe von den Bund-Länder-Gesprächen am Montag.

(dpa)

Studie: Coronavirus existiert möglicherweise seit Oktober 2019

09:13
20.03.2021
Der Corona-Erreger Sars-CoV-2 hat einer Studie zufolge möglicherweise bereits Monate vor den ersten öffentlich bekannt gewordenen Krankheitsfällen existiert. US-Forscher kombinierten dafür mehrere Methoden zu einer Modellrechnung, die den Zeitraum zwischen Mitte Oktober und Mitte November 2019 als Rahmen für das erste Auftreten von Sars-CoV-2 festlegt. Die Wissenschaftler der University of California in San Diego und der University of Arizona präsentieren ihre Ergebnisse im Fachblatt «Science».

Der erste größere Ausbruch des Coronavirus wird zwar mit einem Fischmarkt im chinesischen Wuhan gegen Ende Dezember 2019 in Verbindung gebracht. «Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dieses Markt-Cluster den Beginn der Pandemie markiert hat, da Covid-19-Fälle ab Anfang Dezember keine Verbindung zum Markt hatten», schreiben die Forscher in der Studie. Zur Bestimmung des ersten Auftauchens des Erregers berechneten sie unter anderem aus den Mutationen mehrerer Sars-CoV-2-Viren rückwirkend den Ursprungszeitraum.

Dabei betonen die Experten auch den scheinbar deutlichen Einfluss von sogenannten Superspreader-Events mit einer großen Anzahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus, durch die die Epidemie an Fahrt aufgenommen haben könnte.

(dpa)

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