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Ex-Klassenprimus Südwesten bei Corona-Inzidenz nur noch Durchschnitt

18:18
19.03.2021
Nach den bundesweit niedrigsten Werten bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz Ende Januar und Anfang Februar büßt Baden-Württemberg seine frühere Stellung als Klassenprimus im Vergleich zu anderen Bundesländern zunehmend ein. Daran dürfte auch der jüngste Anstieg des Infektionsgeschehens am Freitag nichts ändern. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes legte die Zahl der neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen am Freitag von 89,0 auf 92,2 zu (Stand: 16.00 Uhr). Im Bundesvergleich lag der Südwesten nach einer Berechnung des Robert Koch-Instituts von Freitagmorgen auf dem siebten Platz (Stand: 09:06).

Die Zahl der laborbestätigten Corona-Infektionen seit Pandemie-Beginn stieg innerhalb eines Tages um 1932 auf 340 922 Fälle. Bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus verzeichnete die Behörde 8 Fälle mehr als am Vortag und nun bereits 8517 seit Beginn der Pandemie.

42 der 44 Stadt- und Landkreise im Südwesten liegen mittlerweile über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Mit einer Inzidenz von 278,0 weist der Kreis Schwäbisch Hall nach wie vor den höchsten Wert im Land auf, allerdings ist der Wert dort im Vergleich zum Donnerstag zurückgegangen. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Kreis Rottweil mit 36,5. Insgesamt 15 Kreise und Städte liegen bei der Inzidenz über dem Wert von 100.

Mehr als 954 300 Menschen haben inzwischen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten (Stand: Donnerstag, 23.55 Uhr). Das sind rund 14 472 mehr als Vortrag. Über den potenziell vollen Impfschutz mit beiden Impfungen verfügen demnach bereits mehr als 420 100 Menschen, rund 8641 kamen im Vergleich zum Vortag dazu.

(dpa/lsw)

WHO hofft auf neues Vertrauen der Bürger zu Astrazeneca

18:18
19.03.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zuversichtlich, dass die Verunsicherung der Bürger beim Corona- Impfstoff von Astrazeneca überwunden werden kann. «Es ist ein großartiges Vakzin», sagte der WHO-Experte Bruce Aylward am Freitagabend in Genf. Der schnelle Neustart der Impfungen nach der negativen Überprüfung eines Zusammenhangs zwischen tödlichen Vorfällen und der Impfung sollte zu neuem Vertrauen führen. Das Funktionieren des Überwachungssystems durch die Zulassungsbehörden sei in diesem Fall unter Beweis gestellt worden, so ein WHO-Fachmann. «Dies passiert bei neuen Produkten», meinte der WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan zur nochmaligen Überprüfung eines Mittels nach ersten praktischen Erfahrungen.

Die WHO bekräftigte erneut ihre Empfehlung für das Mittel. Der Nutzen des Präparats überwiege die Risiken, erklärte das WHO-Beratergremium zur Impfstoffsicherheit am Freitag. Die verfügbaren Daten deuteten nicht auf eine allgemeine Zunahme der Gerinnungszustände wie tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie nach einer Verabreichung von COVID-19-Impfstoffen hin. Die beobachteten Raten von Vorfällen seien für solche Ereignisse geringer ausgefallen als erwartbar gewesen wäre. 

(dpa)

Merkel: Corona-Impfungen ab April «schneller und flexibler»

18:17
19.03.2021
Die Corona-Impfkampagne soll nach dem Willen von Bund und Ländern mit einer stärkeren Einbeziehung der Arztpraxen im April mehr Tempo aufnehmen. Ziel sei es, «schneller und flexibler» zu werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag in Berlin nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten. «Die Devise lautet: Impfen, impfen, impfen.» Dafür solle es neben der sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit auf mehr deutsche Flexibilität ankommen.

Merkel betonte, es gehe um eine schnellstmögliche Kombination der weiterhin wichtigen Impfzentren der Länder und einer schrittweise stärkeren Einbeziehung der Praxen. Dabei dürfe zu keiner Sekunde aus den Augen verloren werden, besonders Schutzbedürftigen auch weiterhin diesen Schutz zu geben, machte die Kanzlerin mit Blick auf die Priorisierung bei Impfungen deutlich.

(dpa)

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