Die Kieler Woche wird wie schon im ersten Jahr der Corona-Pandemie auch 2021 in den Frühherbst verschoben. Die 127. Auflage der weltgrößten Segel-Regattawoche soll erneut nicht zum Traditionstermin im Juni, sondern vom 4. bis 12. September stattfinden. Das gaben die Organisatoren und die Stadt Kiel am Mittwochabend nach Abstimmung mit den beteiligten Vereinen und Rücksprache mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung bekannt.
Mit der Entscheidung reagieren die Veranstalter frühzeitig auf die in vielen Ländern wieder steigenden Inzidenzzahlen und die damit verbundene unsichere Planungslage. Auch 2020 hatten die Kieler bereits am 19. März zu den ersten Großveranstaltern gezählt, die mit einer Verschiebung auf die Pandemie reagierten. Die Verschiebung der Olympischen Spiele 2020 auf 2021 folgte damals am 24. März.
«Wir haben bewusst jetzt schon entschieden», sagte Sportchef Dirk Ramhorst. Die Kieler Woche lebe auch von ihren internationalen Teilnehmer-Feldern. Auf die Frage, ob die Verschiebung der Regattawoche auch als Warnschuss aus Sicht des Internationalen Olympischen Komitees verstanden werden kann, sagte Ramhorst der Deutschen Presse-Agentur: «Die Olympischen Spiele finden vier Wochen nach dem Stammtermin der Kieler Woche statt. Ich glaube, dass die Olympischen Spiele stattfinden können. Nur nicht in dem Kreis, in dem man es sonst kennt.»
(dpa)