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Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt weiter

18:37
17.03.2021
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen steigt in Baden-Württemberg weiter. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Mittwoch (16 Uhr) im Schnitt 84,7 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Tags zuvor lag der Wert noch bei 79,8, am Montag bei 74,7.

Die Zahl der laborbestätigte Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn stieg innerhalb eines Tages um 2128 auf 336 991 Fälle. Inzwischen sind im Südwesten 8477 Menschen in Verbindung mit dem Virus gestorben, das sind 22 mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 309 661 Menschen, 1032 mehr als am Dienstag.

39 Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Den mit Abstand höchsten Wert weist nach wie vor der Kreis Schwäbisch Hall (270,9) auf. Zwölf weitere Kreise liegen über einer Inzidenz von 100.

Seit Ende Dezember wurden im Südwesten knapp 13 990 Fälle mit Hinweisen auf das Vorliegen von «besorgniserregenden Varianten» übermittelt, wie es hieß. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie etwa in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren.

(dpa/lsw)

Wegen Corona: DFB sagt alle Nachwuchslehrgänge außer bei U21 ab

18:26
17.03.2021
Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen der aktuellen Corona-Lage alle im März geplanten Lehrgänge für seine Nachwuchsteams mit Ausnahme der U21 abgesagt. Der Verband reagiert damit auf die erneut steigenden Fallzahlen in Deutschland. Betroffen sind im männlichen Nachwuchsbereich alle Altersklassen von der U15 bis zur U19 sowie bei den Juniorinnen die U15 und U16.

Da die Sicherheit für alle Beteiligten an erster Stelle stehe, sei diese Entscheidung alternativlos, teilte der DFB am Mittwoch mit. Ausgenommen davon sei nur das Team von Trainer Stefan Kuntz, das vom 24. bis 31. März an der Gruppenphase der U21-EM teilnehmen wird.

(dpa)

RKI: Anteil von Corona-Variante B.1.1.7 auf 72 Prozent gestiegen

18:24
17.03.2021
Die ansteckendere und wohl auch gefährlichere Corona-Variante B.1.1.7 verdrängt andere Formen des Virus in Deutschland immer mehr. Ihr Anteil betrage inzwischen 72 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch. Sie werde also inzwischen in etwa drei von vier Proben gefunden. Die Ausbreitung der Variante B.1.351 (Erstnachweis in Südafrika) sei hingegen etwas rückläufig, die Variante P.1 (Erstnachweis in Brasilien) sei weiter nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen.

Vergangene Woche hatte das RKI noch von circa 55 Prozent B.1.1.7-Anteil gesprochen. Zu Beginn der RKI-Erhebung vor rund anderthalb Monaten lag der Anteil der Mutante noch bei sechs Prozent. Die rasche Zunahme war nach den Erfahrungen anderer Länder befürchtet worden. Aufgrund des nun hohen Anteils von B.1.1.7 sei weiter mit einem exponentiellen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland zu rechnen, hieß es im RKI-Bericht.

Der Anteil von 72 Prozent bezieht sich auf Nachtestungen mehrerer Laborverbünde auf Schlüsselmutationen der Variante. Unter anderem weil nicht alle auf Sars-CoV-2 testenden Labore teilnehmen und nur eine Teilmenge der positiven Proben untersucht wird, sei der Wert nicht sicher verallgemeinerbar, schränkt das RKI ein.

Der Bericht stützt sich noch auf weitere Datenquellen: Blickt man zum Beispiel auf komplette Erbgutanalysen, die seltener durchgeführt werden, aber als eindeutiger Nachweis gelten, hat B.1.1.7 einen Anteil von rund 48 Prozent an den untersuchten Proben.

(dpa)

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