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20210317145325

Viereinhalb Jahre für Betrug bei Corona-Hilfen

14:03
17.03.2021
Wegen millionenschweren Betrugs mit Corona-Soforthilfen und weiteren Taten hat das Landgericht München I einen 31-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zudem soll der mehrfach vorbestrafte Mann in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden, wie das Gericht am Mittwoch entschied. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Angeklagte bleibt aber wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.

Kern des Prozesses waren 91 Anträge auf Corona-Hilfen, die der 31-Jährige im März und April 2020 in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hessen, Baden-Württemberg und dem Saarland gestellt hatte - teils mit fremden Identitäten. Mehr als 2,5 Millionen Euro wollte er so auf sein Konto bei der Sparkasse Dortmund überweisen lassen. Doch nur 67 776 Euro aus drei Anträgen kamen an. Einem Sachbearbeiter in Bayern fiel laut Staatsanwaltschaft die Häufung der Kontonummer auf, weitere Zahlungen wurden gestoppt, der Mann schließlich im Mai festgenommen.

(dpa)

WHO Europa: Zahl ernster Probleme nach Impfungen extrem niedrig

13:46
17.03.2021
Nach dem Aussetzen der Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca in mehreren EU-Ländern hat die WHO Europa auf die Bedeutung der Impfkampagnen und ihrer Sicherheit hingewiesen. Die Impfsicherheit sei entscheidend, die Kontrolle aller Impfstoffe laufe fortgehend, teilte das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch auf Twitter mit. Die Impfungen reduzierten die Zahl der ernsthaften Krankheits- und Todesfälle durch Covid-19, könnten aber nicht verhindern, dass andere Erkrankungen aufträten.

Deutschland und mehrere andere europäische Länder haben den Einsatz des Impfstoffes des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca bis auf Weiteres ausgesetzt. Grund dafür sind vereinzelt gemeldete Fälle von Blutgerinnseln in Verbindung mit niedrigen Blutplättchenzahlen, die nach der Impfung mit dem Präparat aufgetreten sind. Ob ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Blutgerinnsel besteht, ist unklar und wird derzeit unter anderem die Europäische Arzneimittelagentur EMA analysiert. Auch die WHO hat die Fälle im Blick.

Wie die WHO Europa schrieb, wollen Experten in dieser Woche zu einem Schluss kommen, ob einige oder alle der Bedingungen mit der Impfung zusammenhängen oder nur zufällig durch andere Faktoren hervorgerufen worden sind. Zugleich wies das Regionalbüro darauf hin: «Die Anzahl der identifizierten schwerwiegenden unerwünschten Vorfälle nach der Covid-19-Impfung ist extrem niedrig unter den Millionen bereits geimpften Personen gewesen.» Weiter hieß es: «Mit keinem bisherigen Hinweis zu einem Zusammenhang mit den Impfstoffen ist es wichtig, dass die Impfkampagnen weitergehen, um ernsthafte Covid-19-Erkrankungen/Todesfälle zu verhindern.»

(dpa)

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