Letztes Update:
20210317112542

Handwerk hält Umsatz trotz Corona insgesamt stabil

11:23
17.03.2021
Das Handwerk in Baden-Württemberg hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie insgesamt auf Vorjahresniveau halten können. Allerdings klafft die Entwicklung je nach Branche weit auseinander, wie der Handwerkstag am Mittwoch mitteilte. In Summe erzielten die Betriebe 2020 einen Umsatz von rund 107 Milliarden Euro. Das waren den Angaben zufolge nur 0,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Auch die Beschäftigung ging nur leicht um 1,4 Prozent auf rund 810 000 zurück.

Kräftig zugelegt hat laut Handwerkstag vor allem das Baugewerbe, während Industrie-Zulieferer teils herbe Einbußen zu verkraften hatten. Auch das Konditor- und das Brauer-Handwerk litten den Angaben zufolge unter den Corona-Beschränkungen, zudem Friseurinnen und Friseure und Betriebe aus dem Gesundheitshandwerk.

Für 2021 rechnet der Handwerkstag mit einem kleinen Umsatzplus bei konstanter Beschäftigung.

(dpa/lsw)

Lehre aus Corona-Pandemie: Bund macht mehr beim Bevölkerungsschutz

11:14
17.03.2021
Damit Deutschland auf Gesundheitskrisen wie die Corona-Pandemie künftig besser vorbereitet ist, soll das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Länder und das Gesundheitsministerium beim Krisenmanagement stärker unterstützen. Ein entsprechendes Konzept haben Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und BBK-Präsident Armin Schuster am Mittwoch in Berlin vorgestellt.

Der Plan sieht auch ein bundesweites Monitoring für nationale Reserven vor. Das heißt zum Beispiel, dass die Bundesregierung weiß, wie viele Schutzanzüge, Masken oder als Notreserve gelagerte Nahrungsmittel bundesweit vorhanden sind. Das gilt ebenso für Strom und Erdöl. Diese bundesweite Kontrolle gibt es bislang nicht, da hier größtenteils die Länder zuständig sind..

«Für ein effektives und effizientes Risiko- und Krisenmanagement ist ein deutlich frühzeitigeres und intensiveres gesamtstaatliches Zusammenwirken im Rahmen der vorhandenen und gegebenenfalls noch zusätzlich zu schaffenden Instrumentarien dringend geboten», heißt es in dem Konzeptpapier für eine Neuausrichtung des Bundesamtes.

Beim BBK soll zudem ein Gemeinsames Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz eingerichtet werden. Umgehend sollen hier die Bundesbehörden unter Beteiligung der Hilfsorganisationen mit der Arbeit beginnen. In einem zweiten Schritt wird den Ländern ein Angebot zur Mitwirkung unterbreitet. «Diese übergreifende Kooperation und Kommunikation ist erforderlich, um silohafte Strukturen in unseren Zuständigkeiten zu überwinden und in komplexen Lagen den erforderlichen Austausch zu gewährleisten», heißt es in dem Dokument.

Um mehr Politiker und Führungskräfte für Aufgaben im Bevölkerungsschutz zu schulen, soll die im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler angesiedelte Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des BBK ihr Angebot ausweiten. Dafür plant Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) den Aufbau eines zweiten Akademie-Standortes an einem noch nicht festgelegten Ort im Osten Deutschlands.

(dpa)

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