Letztes Update:
20210316185040

Eppingen will seine Gartenschau wegen Corona um ein Jahr verschieben

18:49
16.03.2021
Die Gartenschau in Eppingen (Kreis Heilbronn) wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2022 verschoben. Das hat der Gemeinderat der Stadt im Kreis Heilbronn am Dienstagabend mit breiter Mehrheit beschlossen. Man wisse zwar nicht, ob es auch im kommenden Jahr noch Einschränkungen durch das Virus gebe, habe so aber zumindest die Chance auf ein unbeschwertes Fest, sagte Oberbürgermeister Klaus Holaschke. Als weitere Optionen waren eine Verschiebung der Gartenschau in den Herbst oder eine Veranstaltung unter Corona-Bedingungen mit Abstandsregel, Mundschutz und eingeschränkter Besucherzahl diskutiert worden.

Die Gartenschau ist das größte Projekt in der jüngeren Stadtgeschichte Eppingens. Vor einem Jahr hatte die Stadt den reinen Etat für die rund 2000 Einzelveranstaltungen im Gartenschau-Jahr mit 1,5 Millionen Euro angegeben - zusätzlich zu den knapp 15 Millionen Euro an Bau- und Planungskosten. Mehr als zehn Jahre Vorbereitung und Arbeit stecken mittlerweile in der Veranstaltung. Sie sollte ursprünglich am 7. Mai öffnen und bis zum 12. September in den Kraichgau einladen.

Somit werden im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich gleich zwei Garten-Ausstellungen zeitgleich in Baden-Württemberg stattfinden. Denn auch die Landesgartenschau 2022 im südlich von Freiburg gelegenen Neuenburg am Rhein ist nach wie vor geplant. Die Landesgartenschau in Überlingen (Bodenseekreis) wird hingegen wie geplant in knapp vier Wochen am 9. April eröffnet. Es ist die erste Landesgartenschau am Bodensee. Sie war ursprünglich bereits für 2020 geplant gewesen, wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Auch im bayerischen Lindau am Bodensee ist von Mai an eine Landesgartenschau geplant.

Landesgartenschauen gibt es in Baden-Württemberg alle zwei Jahre. Zuletzt war Lahr 2018 Austragungsort. Die letzte Gartenschau fand 2019 im Remstal statt.

(dpa)

Karlsruher OB Mentrup fordert Maskenpflicht in Grundschulen

17:38
16.03.2021
Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup fordert vom Land eine Maskenpflicht in Grundschulen. Hier seien durch Quarantänepflichten viele Kontaktpersonen von Infizierten betroffen, sagte der SPD-Politiker aus der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs der Deutschen Presse-Agentur. Eine Maskenpflicht im Unterricht an den Grundschulen lehnt das baden-württembergische Kultusministerium aber aus pädagogischen und wissenschaftlichen Gründen ab. Grundschulen können das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung lediglich empfehlen.

Ferner verwies Mentrup auf immer wieder auftauchende Infektionsherde wie Betriebe, Kitas und Familien. Das müsse Folgen für etwaige Lockerungen und Rücknahmen der Lockerungen bei steigenden Fallzahlen haben, sagte er. Die Landesregierung müsse prüfen, ob diese dann beispielsweise auch für den Einzelhandel und Zoos gelten sollten, wenn hier bislang keine Hinweise auf viele Ansteckungen vorliegen. «Es ist ein bisschen absurd, den Einzelhandel zu schlagen, wenn die Infektionen in Betrieben oder Kitas vorangetrieben werden», sagte der Oberbürgermeister. Vom Land forderte er unter anderem auch eine Teststrategie für Betriebe und dass jene für Kitas und Schulen zügig umgesetzt und deren Einhaltung kontrolliert werde.

Am Wochenende hatte Karlsruhe die Marke von 100 Neuinfektionen je
100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. An diesem Dienstag wollten die Stadt und der gleichnamige Landkreis entscheiden, ob sie Maßnahmen zur Eindämmung treffen. Weil viele Pendler zwischen dem Landkreis und der quasi darin eingeschlossenen Stadt wechselten, sei ein gemeinsames Vorgehen das Ziel, erläuterte Mentrup. Da die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag aber bei 95,2 lag - und somit wieder unter die kritische Marke gesunken war -, fand das Gespräch laut einem Sprecher des Landratsamts nicht statt.

Ein Viertel der Infektionszahlen in etwa gehe auf einen Ausbruch in einem Fleischbetrieb in Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) zurück, dessen Mitarbeiter unter anderem in zwei Unterkünften im Stadtgebiet leben, sagte Mentrup. Zudem gebe es rund ein Dutzend Fälle im Zusammenhang mit einer Kita. Einen klaren Hotspot, den man aus den Zahlen rausrechnen könne, sieht der Oberbürgermeister darin nicht.

(dpa/lsw)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen