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20210315165612

Virologe warnt vor steigenden Infektionszahlen wegen Urlaubsreisen

16:55
15.03.2021
Der Mainzer Virologe Bodo Plachter hat angesichts zunehmender Reisebuchungen für Urlaubsgebiete wie Mallorca vor steigenden Infektionszahlen gewarnt. «Wenn die Reiseaktivität steigt, dann werden auch die Inzidenzraten steigen. Das ist relativ klar», sagte Plachter der Deutschen Presse-Agentur. «Im Urlaub möchte man sich erholen, möchte man dann auch Corona vergessen. Und das führt dazu, (…) dass die Vorsicht sinkt und die Infektionsraten steigen.» Das sei auch schon im vergangenen Sommer so gewesen.

Am Freitag hatte die Bundesregierung entschieden, Mallorca und andere Urlaubsgebiete in Spanien, Portugal und Dänemark von der Liste der Corona-Risikogebiete zu streichen und damit auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufzuheben. Damit ist seit Sonntag Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich. Lediglich bei der Einreise nach Spanien muss ein negativer Test vorgewiesen werden. Die Buchungen für Mallorca waren daraufhin sprunghaft angestiegen - gerade mit Blick auf die Osterferien, die in den meisten Bundesländern in zwei Wochen beginnen.

Die Bundesregierung rät aber weiterhin grundsätzlich von touristischen Reisen im In- und Ausland ab. Der Virologe Plachter sieht auch eine Gefahr in Familienbesuchen über Ostern. «Grundsätzlich haben wir gesehen, dass über Weihnachten die Zahlen relativ stark nach oben gegangen sind. Das ist natürlich auch auf Besuche bei Verwandtschaft zurückzuführen. Das gleiche Problem wird auch an Ostern wieder auftreten.» Über Tests könne zwar etwas mehr Sicherheit erreicht werden. Sie seien aber nur eine Momentaufnahme. «Es gibt etwas mehr Sicherheit, (…) aber sie sollten trotzdem nicht dazu führen, dass man leichtsinnig wird», sagte Plachter.

(dpa)

Venedig und Florenz wollen sich für Tourismus nach Corona wappnen

16:55
15.03.2021
Während in Europa die dritte Corona-Welle grassiert, wollen sich Italiens Touristen-Hotspots Venedig und Florenz auf ausländische Gäste vorbereiten. «Sobald sich die Grenzen nach Corona öffnen, muss das Land bereit sein», sagte der Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, am Montag. Wenn es keine Abmachungen gebe, um das Image Italiens international wiederherzustellen, drohe das Land wichtige Einnahmen zu verlieren. Nardella und sein Amtskollege aus Venedig, Luigi Brugnaro, wollen dazu einen Zehn-Punkte-Plan bei der Regierung in Rom vorstellen.

Unter anderem wollen die Bürgermeister mehr Geld in den öffentlichen Nahverkehr ihrer Städte investieren und mit Steuererleichterungen den Betreibern im Tourismus-Sektor unter die Arme greifen. Außerdem soll eine fachliche Qualifikation zum landesweiten Standard werden, um in Tourismusberufen arbeiten zu können. Der Sinn besteht darin, dass Reisende von Profis durch die von Kunst und Geschichte gesäumten Städte wie Venedig und Florenz geführt werden. Änderungen sieht das Papier auch beim Kurzzeit-Vermieten von Wohnungen vor.

Florenz in der Toskana mit seiner historischen Altstadt und den berühmten Uffizien sowie die Lagunen-Stadt Venedig im Nordosten Italiens mit dem weltbekannten Markusplatz waren vor der Corona-Pandemie Ziele für Millionen von Touristen. Der Tourismus ist fundamental für die Städte, wie Nardella betonte. Aktuell gelten in beiden Städten strenge Corona-Beschränkungen. Venedigs Bürgermeister sorgt sich außerdem um die Feierlichkeiten zum 1600. Jubiläum der Stadtgründung am 25. März.

(dpa)

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