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Volkswagen zieht vollständige Bilanz zum Corona-Geschäftsjahr 2020

16:54
15.03.2021
Volkswagen stellt am Dienstag (9.00 Uhr) die Details seiner abschließenden Bilanz für 2020 vor. Aus den Eckdaten ist bereits bekannt, dass der nach Toyota zweitgrößte Autokonzern der Welt auch das schwierige Corona-Jahr mit Milliardengewinnen abschloss - es gelang der Zwölf-Marken-Gruppe, den Einbruch des zweiten Quartals am Ende mehr als auszugleichen. Dabei half vor allem ein wieder anziehendes Geschäft zum Jahresende. Erwartet werden nun noch weitere Angaben der einzelnen Ableger wie der Kernmarke VW Pkw, Audi oder Porsche. Auch der Vergütungsbericht mit den Vorstandsgehältern dürfte auf Interesse stoßen. Und das Management um Konzernchef Herbert Diess könnte einen weiteren Ausblick auf das laufende Jahr geben.

Nach Steuern blieben bei VW insgesamt rund 8,8 Milliarden Euro in der Kasse. Nimmt man das Jahr vor der Pandemie als Maßstab, wird der Dämpfer allerdings deutlich: 2019 hatte der Konzern noch ein Nachsteuer-Ergebnis von gut 14 Milliarden Euro geschafft. Bei fast allen übrigen Kennziffern kam es ebenfalls zu spürbaren Einbußen.

(dpa)

Astrazeneca-Impfstopp: Institut sieht Häufung bestimmter Thrombosen

16:53
15.03.2021
Wegen Meldungen über Thrombosen in Hirnvenen hat das Paul-Ehrlich-Institut die vorübergehende Aussetzung von Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff Astrazeneca empfohlen. Seit dem 11. März seien weitere Fälle in Deutschland gemeldet worden, erklärte das für Impfstoffe in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Montag in Langen.

Bei der Analyse des neuen Datenstands sehe man eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Thrombosen in Hirnvenen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit Astrazeneca. Die Daten würden von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) weiter analysiert und bewertet.

Wenn Menschen sich mehr als vier Tage nach der Astrazeneca-Impfung zunehmend unwohl fühlten, sollten sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, riet das PEI. Mögliche Beschwerden seien starke und anhaltende Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, man setze deutschlandweit die Impfungen mit Astrazeneca vorerst aus. Es handele sich um einen vorsorglichen Schritt. Dabei berief sich das Ministerium auf die PEI-Empfehlung. Vergangene Woche hatte das PEI noch erklärt, bislang gebe es keine Hinweise, dass ein Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe.

«Bis zum Abschluss der Bewertung durch die EMA werden die Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland ausgesetzt», erklärte das PEI. Die heutige Entscheidung betreffe sowohl Erst- als auch Folgeimpfungen.

(dpa)

Flughafenbetreiber Fraport berichtet über Corona-Jahr

16:51
15.03.2021
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport berichtet an diesem Dienstag (7.00 Uhr) über das beispiellose Geschäftsjahr 2020. Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie sind die Passagierzahlen um 73,4 Prozent auf 18,8 Millionen eingebrochen und damit auf das Niveau von 1984 gesunken, wie der MDax-Konzern bereits zu Jahresbeginn mitgeteilt hatte. Vorstandschef Stefan Schulte erwartet auch im laufenden Jahr nur eine schwache Erholung auf 35 bis 45 Prozent des Vorkrisenjahres 2019.

Bereits nach neun Monaten hatte der weltweit tätige Konzern in dem Geschäftsjahr einen Verlust von 515 Millionen Euro angesammelt. Der Umsatz war um mehr als die Hälfte von knapp 2,9 Milliarden Euro auf gut 1,3 Milliarden Euro zusammengeschmolzen. Hohe Kosten fallen für den Abbau von bis zu 4000 der rund 22 000 Arbeitsplätze in Frankfurt an.

Das mehrheitlich in der öffentlichen Hand liegende Unternehmen konnte sich bislang selbst am Kapitalmarkt mit neuen Mitteln versorgen und kann zudem auf weitere Unterstützung des Bundes sowie der Anteilseigner Hessen und Stadt Frankfurt rechnen.

(dpa)

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