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Studie: Pfizer-Impfstoff schützt auch vor asymptomatischer Infektion

15:04
11.03.2021
Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt laut offiziellen israelischen Daten nicht nur vor schwerer Erkrankung und Tod, sondern auch vor einer asymptomatischen Infektion. Das israelische Gesundheitsministerium und Pfizer veröffentlichten am Donnerstag entsprechende Erkenntnisse aus der praktischen Anwendung. Demnach hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94 Prozent bei der Verhinderung asymptomatischer Infektionen. Es besteht damit die Hoffnung, dass geimpfte Personen andere nicht mehr anstecken können und Infektionsketten so unterbrochen werden können. Die Ergebnisse sind bisher nicht in einem wissenschaftlichen Fachmagazin veröffentlicht, sondern von den Unternehmen mitgeteilt worden.

«Die Ergebnisse, die darauf hinweisen, dass der Impfstoff auch vor asymptomatischen Sars-CoV-2-Infektionen schützt, sind besonders bedeutsam. Wir hoffen, so die globale Verbreitung des Virus unterbrechen zu können», erläutert Pfizer-Manager Luis Jodar in der Mitteilung.

Die neueste Analyse bestätigte vorherige Studienergebnisse, die bereits eine starke Wirkung nach der zweiten Impfdosis gezeigt hatten. Die Wirksamkeit des Impfstoffs beim Schutz vor symptomatischen Erkrankungen, schweren Verläufen und Todesfällen liege bei mindestens 97 Prozent. Nicht geimpfte Personen hätten demnach ein 44-fach höheres Risiko einer symptomatischen Erkrankung mit dem Coronavirus und ein 29-fach höheres Risiko, daran zu sterben.

Die Wissenschaftler hatten Daten des israelischen Gesundheitsministeriums ausgewertet, das regelmäßig Infektionen, Tests und den Impfstatus erfasst. Sie weisen darauf hin, dass die Schätzungen der Wirksamkeit des Impfstoffs durch Unterschiede zwischen geimpften und ungeimpften Personen beeinflusst werden können, indem sie etwa in unterschiedlichem Maße von Testmöglichkeiten Gebrauch machen.

Die den Ergebnissen zugrundeliegenden Daten stammten aus der Zeit zwischen dem 17. Januar und 6. März 2021. In dem Zeitraum wurde in Israel nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff eingesetzt, der klar vorherrschende Stamm war die ansteckendere britische Variante B.1.1.7.

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Professor Chesi Levy, sprach von einem «bemerkenswerten Erfolg» der Impfkampagne in Israel. «Die Inzidenzraten in der vollständig geimpften Bevölkerung sind im Vergleich zur ungeimpften Bevölkerung massiv gesunken und es gibt außerdem einen deutlichen Rückgang von Covid-19-bedingten Krankenhausaufenthalten», sagte er.

Die Impfkampagne in Israel mit seinen etwa 9,3 Millionen Einwohnern hatte kurz vor Weihnachten begonnen, sie zählt zu den erfolgreichsten weltweit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhielten bislang knapp 5,1 Millionen Menschen eine Erst- und davon knapp vier Millionen auch eine Zweitimpfung. In Deutschland bekamen bislang rund 5,7 Millionen Menschen die erste und etwa 2,6 Millionen die zweite Spritze verabreicht.

(dpa)

Brüssel kündigt weitere Millionenhilfe für Anti-Corona-Maßnahmen an

14:30
11.03.2021
Deutschland und andere Staaten sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere Millionenhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds bekommen. Insgesamt geht es um 530 Millionen Euro für 17 EU-Länder und drei Beitrittskandidaten, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Darin sind 132,7 Millionen Euro für Deutschland und sechs weitere Länder enthalten, deren Auszahlung bereits im Oktober angekündigt worden war. Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Präventionsmaßnahmen gegen die Virusausbreitung zu unterstützen. Das Europäische Parlament und die EU-Staaten müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

Mit dem EU-Solidaritätsfonds leisten sich die EU-Staaten im Katastrophenfall untereinander Hilfe. Er wurde 2002 nach Überschwemmungen in Mitteleuropa eingerichtet. Seitdem wurden rund 6,5 Milliarden Euro in knapp 100 Katastrophenfällen wie Überschwemmungen, Waldbränden, Stürmen oder Erdbeben in Anspruch genommen. Seit einer Änderung im vergangenen Jahr kann auch bei schweren Gesundheitsnotständen Geld fließen.

(dpa)

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