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Geschäft mit E-Books wächst deutlich im Corona-Krisenjahr

14:36
09.03.2021
Das Corona-Krisenjahr 2020 hat dem E-Book in Deutschland einen Schub gegeben. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt mitteilte, stieg der Absatz im Vorjahresvergleich um 10,8 Prozent auf 35,8 Millionen verkaufte Exemplare. Die Umsätze mit E-Books nahmen um 16,2 Prozent zu. Insgesamt ist der Anteil von E-Books an den Umsätzen des gesamten Publikumsbuchmarkts aber noch eher klein - er lag 2020 bei 5,9 Prozent (2019: Anteil von 5,0 Prozent).

Der Zuwachs bei den E-Books habe mit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr eingesetzt und sei zum Ende des Jahres wieder abgeflacht, erklärte der Börsenverein. Im ersten Lockdown vor ungefähr einem Jahr hatten auch die Buchhandlungen mit dem stationären Handel schließen müssen.

«Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben dem E-Book vorübergehend zu einem Aufschwung verholfen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis. «Dass das Wachstum nicht noch größer und nicht nachhaltig war, hängt sicherlich mit der im Vergleich stärkeren Nutzung von kostenlosen Leihangeboten von E-Books in Bibliotheken zusammen.» So sei die Zahl der E-Book-Ausleihen im Jahr 2020 um 17,7 Prozent auf über 30 Millionen gestiegen.

(dpa)

Ärzte ohne Grenzen kritisiert Haltung reicher Länder in der Pandemie

13:35
09.03.2021
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Haltung reicher Länder im Bezug auf Patente von Corona-Impfstoffen angeprangert. «Die Aufhebung der Monopole einiger Unternehmen würde Impfstoffe, Tests und Behandlungen für mehr Menschen zugänglich machen», sagte der internationale Präsident der Organisation, Christos Christou, laut einer Mitteilung am Dienstag. Demnach blockieren Länder wie die USA oder EU-Staaten einen Vorschlag, der die Aufhebung der Patente fordert.

Indien und Südafrika hatten sich bei der Welthandelsorganisation (WTO) dafür eingesetzt, die Patente der Pharmaindustrie auf medizinische Hilfsmittel und Technologien zur Bekämpfung der Pandemie vorübergehend aufzuheben. Ärzte ohne Grenzen zufolge unterstützen etwa 100 Länder die Resolution. Reiche Länder argumentieren, dass es nicht genügend Produktionsfirmen gebe. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Am Mittwoch ist eine neue Verhandlungsrunde der WTO geplant.

(dpa)

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