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20210309115359

Umfrage: Mehr Menschen wollen Öffnung von Handel und Gastro

11:53
09.03.2021
Nur etwas mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland hält laut einer Umfrage die coronabedingte Schließung von Geschäften noch für angemessen. Lediglich 37 Prozent der Befragten im am Dienstag veröffentlichten «Corona-Monitor» des Bundesinstituts für Risikoforschung (BfR) sprachen sich dafür aus - Anfang Januar waren es noch über 61 Prozent. Auch der Schließung der Gastronomie (52) und der Kultureinrichtungen (60 Prozent) stimmen deutlich weniger Menschen zu als noch zu Jahresbeginn. Die Allermeisten befürworten dagegen weiterhin die Abstandsregeln (92) und die Maskenpflicht sowie das Absagen von Veranstaltungen (84).

Die repräsentative Befragung erhebt seit März vergangenen Jahres Sorgen und Einstellungen der Bürger zur Pandemie und ihrem Umgang damit. «Wir sehen im Zeitverlauf, dass die große Mehrheit der Bevölkerung die zentralen Schutzmaßnahmen umsetzt», kommentierte BfR-Präsident Andreas Hensel. Erstmals fragten die Forscher in der vergangenen Woche auch nach Corona-Tests: 43 Prozent gaben an, bisher auf das Virus getestet worden zu sein.

Der 50-wöchige Vergleich zeigt indes auch auf, dass eine stetig wachsende Zahl von Menschen Informationslücken empfindet. 46 Prozent sehen sich demnach als gut oder sehr gut über das Corona-Geschehen informiert - Anfang November waren es noch zwei Drittel, im Frühjahr vor einem Jahr gar drei Viertel der Befragten. 31 Prozent bewerten ihre Informiertheit als mittelmäßig, 23 Prozent gar als schlecht oder sehr schlecht. 37 Prozent hielten die mediale Berichterstattung über Corona für übertrieben - Anfang Januar vertraten nur 25 Prozent diese Meinung. Die aktuelle Befragung fand in der vergangenen Woche statt.

(dpa)

Erste Corona-Impfungen von Hausärzten im Südwesten

11:51
09.03.2021
Die ersten Menschen in Baden-Württemberg sind am Dienstag von einem Hausarzt gegen Corona geimpft worden. In rund 40 Praxen und bei Hausbesuchen seien die Hausärzte im Südwesten in einem Pilotprojekt nun auch an den Impfungen beteiligt, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBW) Baden-Württemberg am Dienstag in Stuttgart.

Bei dem auf sechs Wochen angelegten Projekt sollen Fragen zur Logistik und dem Ablauf der Impfungen in den Praxen geklärt werden. Geimpft werden zunächst nur Menschen über 80 Jahre. Der Testlauf soll den Übergang der Impfungen in die Regelversorgung bei den Hausärzten ermöglichen. In fast allen Stadt- und Landkreisen nehmen Praxen daran teil.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Montag zudem darauf geeinigt, dass die die niedergelassenen Ärzte in Deutschland ab Anfang April flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen sollen. Der Sprecher der KVBW sagte dazu, sobald genug Impfstoff zur Verfügung stehe und die Logistik geklärt sei, werde man natürlich auch umfassend bei den Hausärzten mit dem Impfen beginnen - unabhängig vom ausgegebenen Zeitplan des Pilotprojekts.

Für die Impfungen bei den Hausärzten ab April soll der Impfstoff auf dem normalen Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben. In Baden-Württemberg stellt bislang das Land die Impfstoffe in den Impfzentren zur Verfügung. Von dort muss es in die Praxen verteilt werden.

(dpa)

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