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20210309110458

Politiker-Deals mit Masken: Staatsanwaltschaft leitet Überprüfungsverfahren gegen Löbel ein

11:04
09.03.2021
Nach fragwürdigen Geschäften mit Corona-Masken hat die Staatsanwaltschaft Mannheim ein Überprüfungsverfahren gegen den bisherigen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel eingeleitet. Dies teilte die Behörde dem «Mannheimer Morgen» mit. Zudem seien mehrere Anzeigen gegen Löbel eingegangen, wie ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Nun werde geprüft, ob ein hinreichender Anfangsverdacht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegeben ist.

Löbels Firma soll Provisionen von rund 250 000 Euro kassiert haben, weil sie Kaufverträge über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hat. Nach heftiger Kritik trat Löbel am Montag aus der CDU aus und zog sich auch umgehend aus dem Parlament zurück. Neben Löbel ist auch der Abgeordnete Georg Nüßlein über die Masken-Affäre gestolpert.

(dpa)

Zahl der Arbeitsstunden sank 2020 wie nie zuvor

11:03
09.03.2021
Wegen der Corona-Pandemie ist in Deutschland die Zahl der Arbeitsstunden 2020 so stark zurückgegangen wie nie zuvor. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sei im Vergleich zu 2019 um 4,7 Prozent auf 59,64 Milliarden geschrumpft, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am Dienstag in Nürnberg mit. «Der Einbruch des Arbeitsvolumens 2020 übersteigt alles bisher Dagewesene», hieß es. Allerdings war 2019 mit 62,7 Milliarden Stunden ein Rekordhoch erreicht worden.

«Die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen im Jahr 2020 sank um mehr als 50 Stunden auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung», erklärte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen. Im Mittel habe die Jahresarbeitszeit 2020 bei 1332 Stunden gelegen und sich damit um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Zahl der Erwerbstätigen sei mit 1,1 Prozent erstmals seit 16 Jahren gesunken und lag im Jahresdurchschnitt bei 44,8 Millionen Personen.

Die Kurzarbeit habe den größten Anteil am Rückgang der Arbeitsstunden. Der Krankenstand habe mit 4,4 Prozent nur wenig über dem Vorjahresniveau gelegen. Zudem seien weniger bezahlte und unbezahlte Überstunden geleistet worden.

(dpa)

Länder wollen genauen Starttag fürs Impfen in den Praxen bestimmen

11:02
09.03.2021
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Mittwoch den genauen Zeitpunkt für den Start der Corona-Impfungen in Deutschlands Hausarztpraxen bestimmen. Am Montag hatte sich die Gesundheitsministerkonferenz bereits auf den Zeitraum Anfang April geeinigt. Bei einer Schalte der Fachminister an diesem Mittwoch solle es auch darum gehen, wie die erwarteten Impfstoffdosen auf die Impfzentren und die Praxen verteilt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Gesundheitsminister erfuhr.

Wie am Vortag verlautete, soll der Impfstoff auf dem von anderen Impfstoffen bekannten Weg über Großhandel und Apotheken in die Praxen kommen. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen soll auf ein Minimum reduziert werden. Die Impfzentren sollen vorerst bestehen bleiben. Vereinbarte Termine dort sollen erhalten bleiben.

Laut Bundesgesundheitsministerium wurden am Montag in Deutschland 215 422 Corona-Impfdosen verabreicht. 2,55 Millionen Personen seien vollständig, also mit zwei Impfdosen, geschützt. Das sind 3,1 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt haben 5,35 Millionen Personen mindestens eine Impfdosis erhalten.

(dpa)

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