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20210309110233

1,7 Millionen weitere Menschen im Südwesten impfberechtigt

10:59
09.03.2021
Wegen der Zulassung des Impfstoffs von Astrazeneca sind ab sofort sehr viel mehr Menschen in Baden-Württemberg impfberechtigt. Von nun an können auch alle Personen ab 70 Jahren, viele Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs oder einer Organtransplantation sowie Hebammen, Erzieher und Lehrerinnen ab 65 Jahren geimpft werden, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Durch die neue Regelung sind demnach rund 1,7 Millionen Menschen in Baden-Württemberg zusätzlich impfberechtigt. Bei der Terminvergabe sei aber weiterhin Geduld gefragt. Der Impfstoff sei im März weiterhin knapp. Es bestehe keine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff.

(dpa)

Rotes Kreuz: Corona-Pandemie verschlimmert Lage von Migranten

10:17
09.03.2021
Migrantinnen und Migranten sind nach Angaben des Roten Kreuzes von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Abgesehen davon, dass viele durch Geschäfts- und Restaurantschließungen ihre Arbeit verloren haben, bleiben sie oft auch bei Tests und Impfungen auf der Strecke, wie die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Dienstag in Genf berichtete. Die Föderation spricht von einer «unsichtbaren Wand». Migranten blieben oft ausgeschlossen, selbst, wenn sie per Gesetz theoretisch in die Pandemiemaßnahmen einbezogen wurden.

Dort, wo man sich online zu Tests oder Impfungen anmelden müsse, seien mangelnde Sprachkenntnisse oder kein Zugang zu Computern eine Hürde, hieß es weiter. Sie könnten in manchen Ländern auch weder Tests bekommen noch würden sie im Krankheitsfall behandelt oder könnten sich impfen lassen, weil sie keine Identitätskarte oder Sozialversicherungsnummer hätten, schreibt die Föderation. Aus Furcht vor Festnahme und Deportation schreckten auch kranke Migranten davor zurück, zum Arzt zu gehen oder sich zum Impfen anzumelden.

«Es ist nicht nur ein humanitäres Gebot, die Versorgung von Migranten im Rahmen von Impfprogrammen zu sichern, unabhängig von ihrem legalen Status, es ist auch im Interesse der Länder», sagte Jagan Chapagain, IFRC-Generalsekretär. «Covid-19 ist der Migrationsstatus einer Person egal, und uns sollte es auch egal sein. Solange nicht alle Menschen einbezogen werden, wird das Virus zirkulieren und mutieren, und damit die Wirkungskraft der Impfungen untergraben.»

Der Bericht wurde von den nationalen IFRC-Gesellschaften in Ägypten, Äthiopien, Australien, Großbritannien, Kolumbien, den Philippinen, Sudan und Schweden erstellt. Die Föderation ist das größte humanitäre Netzwerk der Welt, mit Gesellschaften in 192 Ländern.

(dpa)

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