Letztes Update:
20210309101708

Reiseverband DRV sieht erste Anzeichen für wachsende Nachfrage

10:17
09.03.2021
Die von der Corona-Krise hart getroffene Reisebranche sieht einen ersten Hoffnungsschimmer. Die Neubuchungen von organisierten Reisen für die Sommersaison ziehen langsam an, wie der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig, am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse (ITB) sagte. Sie erreichten bislang allerdings nur 26 Prozent des von der Pandemie noch unbeeinflussten Vorjahreszeitraumes. Die Reisemesse findet wegen der Pandemie in diesem Jahr online und ausschließlich für Fachbesucher statt.

Mit Buchungen für Ostern zögern die meisten Menschen Fiebig zufolge in Deutschland bislang. Die meisten Reisebüros und Veranstalter rechneten daher mit einem Neustart in den Wochen nach Ostern, spätestens im Sommer. Fiebig gibt das Osterreisegeschäft allerdings noch nicht ganz verloren. «Ich glaube Osterreiseurlaub ist möglich, national und international.» Notwendig sei eine kohärente Teststrategie statt Quarantäne.

Der Tourismus zählt zu den am härtesten von den Pandemie-Beschränkungen getroffenen Wirtschaftszweigen. Die Branche wünscht sich von der Politik Perspektiven und Vorgaben für die laufende Saison. Hoffnungen machen verschiedene Umfragen, wonach der Reisewunsch der Menschen hoch ist. Wichtig ist ihnen dabei vor allem Sicherheit in Zeiten der Pandemie.

Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Euromonitor International wird sich der weltweite Tourismus im Idealfall im Jahr 2022 erholt haben. Dann könnten die Reiseausgaben wieder das Vorkrisenniveau erreichen, vorausgesetzt man bekomme die Pandemie in den Griff.

(dpa)

Umfrage: Viele Verbraucher sehen Click & Meet skeptisch

10:16
09.03.2021
Mehr als die Hälfte der Verbraucher in Deutschland sieht das Einkaufen mit Online-Termin - das sogenannte Click & Meet - laut einer Umfrage derzeit skeptisch. 58 Prozent der Befragten können sich aktuell demnach nicht vorstellen, in Einzelhandelsgeschäften mit vorher ausgemachtem Termin einzukaufen, wie das Umfrageinstitut Yougov am Dienstag mitteilte. Für rund 36 Prozent der Befragten hingegen käme diese Möglichkeit in Frage.

Bund und Länder hatten sich vergangene Woche darauf geeinigt, dass Einzelhandelsgeschäfte ab einem festgelegten Inzidenzwert per Click & Meet öffnen dürfen. Pro 40 Quadratmeter ist demnach ein Kunde zugelassen. In vielen Ländern ist das bereits seit Montag möglich.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisierte das Vorgehen am Dienstag. Click & Meet sei für viele Unternehmen nicht wirtschaftlich. Der Verband fordert stattdessen eine Verdoppelung der Überbrückungshilfen des Bundes und sprach sich für eine bundesweit einheitliche Lösung zur Kontaktnachverfolgung etwa per App aus. «Eine sichere Nachverfolgung von Kontakten per Smartphone mache das Einkaufen in der Pandemie noch sicherer», hieß es.

(dpa)

OECD: Konjunkturaussichten hellen sich auf

10:15
09.03.2021
Die Industrieländervereinigung OECD sieht ungeachtet der vielerorts andauernden Corona-Krise einen aufgehellten Konjunkturhorizont. Nach einem starken Einbruch im vergangenen Jahr dürfte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 5,6 Prozent wachsen - 1,4 Punkte mehr als noch im Dezember angenommen. Das teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris in einer Konjunkturprognose mit. Für das kommende Jahr stellte die OECD dann ein Plus von 4 Prozent in Aussicht.

Im vergangenen Jahr schrumpfte die globale Wirtschaft um 3,4 Prozent - und kam damit glimpflicher davon als bisher vorausgesagt. Chefökonomin Laurence Boone erklärte, das Herstellen und weltweite Verteilen von Corona-Impfstoffen habe Vorrang. Verzögerungen dabei oder Corona-Mutationen, für die es keine Impfstoffe gebe, könnten den erwarteten Aufschwung hingegen schwächen, warnte sie.

Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3 Prozent angenommen - das ist etwas besser als bisher vorhergesagt. Im kommenden Jahr sollen es dann 3,7 Prozent sein. Für Frankreich, das im vergangenen Jahr einen stärkeren Einbruch als Deutschland erlebte, wird für das laufende Jahr ein Wachstum von 5,9 Prozent erwartet.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen