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Verkauf von Corona-Selbsttests im Handel startet am Samstag

15:42
05.03.2021
Der großflächige Verkauf von Corona-Selbsttests im Einzelhandel startet an diesem Samstag. Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd bieten nach eigenen Angaben ab dann Tests als Aktionsware direkt an der Kasse an. Aber auch der Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

Bei Aldi ist die Abgabemenge der in Deutschland produzierten Tests zunächst auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests. «Ich kann ihnen versichern, dass wir das zum Selbstkostenpreis verkaufen und dass wir daran so gut wie nichts verdienen», sagte der für das Deutschland-Geschäft von Aldi Nord zuständige Manager Nicolás de Lope der RTL/ntv-Redaktion.

Aldi Nord und Aldi Süd weisen darauf hin, dass die Aktionsware bei einer sehr hohen Nachfrage auch schon am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte. Dies sei aber eine erste Charge, mehr Ware sei bereits unterwegs, sagte ein Sprecher von Aldi Süd der dpa am Freitag.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte am 24. Februar die ersten Sonderzulassungen für Tests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Bislang gibt es sieben Sonderzulassungen. Den regulären Weg, Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, stellt die CE-Kennzeichnung durch Zertifizierungsstellen dar. Das Bundesinstitut geht davon aus, dass Hersteller auch den regulären Weg nutzen werden.

(dpa)

Tübingen weitet Vergabe kostenfreier Schnelltests aus

15:38
05.03.2021
In Tübingen können ab Montag auch Betreiber von Kosmetikstudios, Massageeinrichtungen und Fahrschulen für ihre Belegschaft sowie für ihre Kunden kostenfreie Schnelltests erhalten. Diese könnten ohne medizinisches Fachpersonal verwendet werden, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) am Freitag. «Mit den kostenfreien Schnelltests unterstützen wir die Betriebe, die solche Tests benötigen, damit sie schnell wieder aufmachen und ihre gewohnten Dienstleistungen anbieten können», erklärte Palmer. Bisher seien dafür 175 000 Euro eingegangen, beschafft durch das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Tübingen.

Den Auftakt für die kostenfreien Schnelltests hatten Anfang der Woche die Tübinger Friseursalons gemacht. Mehr als 40 Salons haben sich nach Auskunft von Palmer mit Schnelltests ausgestattet und das Personal geschult. Während das Personal in großer Zahl von dem kostenfreien Angebot Gebrauch mache, seien die meisten Kunden noch zurückhaltend. Palmer appelliert an alle, sich beim Friseur zuerst testen lassen: «Unsere neue Freiheit verdanken wir den niedrigen Inzidenzen in Tübingen. Damit das so bleibt, bitte ich alle, die kostenfreien Testangebote intensiv zu nutzen.» Der Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag im Landkreis Tübingen zuletzt bei 35. Das ist einer der niedrigsten in Baden-Württemberg.

(dpa/lsw)

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