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Corona-Kritik und Gegenprotest - Leipzig vor großem Demo-Samstag

14:56
05.03.2021
Wegen zahlreicher angekündigter Autokorsos und Demonstrationen am Samstag in Leipzig bereitet sich die Polizei dort auf einen Großeinsatz vor. Sie wird dabei unterstützt von der sächsischen Bereitschaftspolizei und Einsatzkräften aus sechs Bundesländern. Polizeipräsident René Demmler sagte am Freitag, der Samstag werde «eine enorme Herausforderung sein». Laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig sind insgesamt 13 verschiedene Fahrzeugkorsos und Kundgebungen angemeldet worden.

Gegner der Corona-Maßnahmen wollen unter anderem aus Dresden, Zwickau sowie mehreren Städten in Sachsen-Anhalt nach Leipzig anreisen. Dafür haben sie Autokorsos angemeldet, die mit Hunderten Fahrzeugen auf verschiedenen Routen durch Leipzig führen sollen. Der Gegenprotest hat unter anderem unter dem Motto «Querdenken ausbremsen» eine Kundgebung mit 600 Teilnehmern auf dem Augustusplatz sowie mehrere Fahrrad- und Fahrzeugkorsos angekündigt.

Die Bevölkerung müsse sich auf Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet sowie auf den umliegenden Autobahnen einstellen, teilten Polizei und Stadt am Freitag mit. Die Polizei plant, das Geschehen mit mehreren Hubschraubern aus der Luft zu überwachen. Abschleppfirmen seien vorinformiert worden, um schnell auf Behinderungen oder Gefahren bei den Autokorsos reagieren zu können.

(dpa)

Corona-Regeln nicht eingehalten: 5000 Euro Geldstrafe für FCK

14:50
05.03.2021
Der 1. FC Kaiserslautern muss wegen des Verstoßes gegen das Hygienekonzept nach dem Derbysieg beim SV Waldhof Mannheim eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro zahlen. Der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes ahndete am Freitag mit dem Urteil die Vorkommnisse vom 6. Februar, als beim Empfang des Drittligisten durch rund 300 Fans auf dem Betzenberg einige Corona-Regeln nicht eingehalten worden waren.

So feierte FCK-Kapitän Jean Zimmer im Eingang der geöffneten Tür des Mannschaftsbusses mit den Fans ohne Einhalten des Mindestabstands und Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Auch andere Spieler und Bus-Insassen hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht an Mindestabstände und das Tragen einer Schutzmaske. Der Verein hatte das Fehlverhalten eingeräumt und intern aufgearbeitet.

(dpa)

Luca-App zur Kontakterfassung wird in Freiburg getestet

14:38
05.03.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll die neue Luca-App zur Kontakterfassung in der Region Freiburg getestet werden. Die Anwendung für Mobiltelefone soll etwa Restaurants, Cafés und Organisatoren von Veranstaltungen dabei unterstützen, die Kontaktdaten ihrer Besucher zu sammeln, wie das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald am Freitag mitteilte.

Im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus könnten über die App die Kontaktinformationen der gleichzeitig anwesenden anderen Gäste sicher ans zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet werden, hieß es. Bisher müssen Kontakte manuell erfasst werden. Diese «Zettelwirtschaft» entfalle mit der App. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn rief in der Mitteilung die Bürger auf, die Anwendung rege zu nutzen. Auch im Ortenaukreis können Nutzer ihre Daten ab Montag über die App mit dem Gesundheitsamt teilen, wie ein Sprecher des Landratsamts mitteilte.

Gegen eine bundesweit exklusive Einführung der App regt sich jedoch auch Widerstand. «Eine einheitliche Lösung kann, auch mit Blick auf die Erfahrung mit der Corona-Warn-App, nur zum Scheitern verurteilt sein», erklärte am Freitag Jan Kus, Geschäftsführer der Railslove GmbH, die mit der Recover-App eine konkurrierende Lösung zur Luca-App anbietet. Am Montag wollen die Bundesländer eine Entscheidung über eine bundeseinheitliche App zur digitalen Nachverfolgung der Kontakte treffen. Diese soll dann in allen Ländern zum Einsatz kommen. Die Luca-App gilt dabei als favorisierte Lösung.

Derweil setzt Freiburg zur Bewältigung der Corona-Krise verstärkt auf Schnelltests und legte am Freitag eine entsprechende Strategie vor. Ab Montag sollen demnach das Augustinermuseum und das Konzerthaus als Testzentren ihre Arbeit aufnehmen. Lehrer, Erzieher, Pendler und Schülerinnen und Schüler sollen ebenfalls ab Montag kostenlose Schnelltests bekommen. Auf städtische Kosten dürfen sich zudem Menschen testen lassen, die in einem Haushalt mit einer unter Quarantäne stehenden Person leben. Sollte an Kitas oder Schulen ein Kind positiv getestet werden, werden den Angaben der Stadt zufolge mobile Testteams dorthin geschickt.

(dpa/lsw)

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