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20210129170006

Neue Version der Warn-App mit mehr Informationen verfügbar

16:20
29.01.2021
Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer neuen Version zum Herunterladen bereit. Die Anwendung enthält nun einen Info-Bereich mit den wichtigsten Kennzahlen zum aktuellen Infektionsgeschehen in Deutschland. Den dort veröffentlichten Zahlen zufolge haben bislang knapp 230 000 Personen, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ihre Mitmenschen mithilfe der App vor möglichen gefährlichen Begegnungen gewarnt. Der Tageswert liegt hier bei knapp 1500.

Die Nutzerinnen und Nutzer könnten in der App auch auf die aktuellen Zahlen zu den Neuinfektionen, der Sieben-Tage-Inzidenz und den Sieben-Tage-R-Wert zugreifen. Des Weiteren hätten die Entwickler die Nutzerfreundlichkeit verbessert und einige kleinere Fehler beseitigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage und wird pro 100 000 Einwohner angegeben. Sie wurde von Bund und Ländern mit Blick auf Kreise und kreisfreie Städte als maßgeblich für neue Einschränkungen in der Corona-Pandemie festgelegt.

Der R-Wert, der auch Reproduktionszahl genannt wird, gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Liegt diese Zahl unter eins, deutet es darauf hin, dass die Epidemie abflaut. Denn dann steckt ein Infizierter im Schnitt weniger als eine weitere Person an. Der R-Wert, der vom Robert Koch-Institut (RKI) berechnet wird, lässt also Rückschlüsse auf die Epidemie-Entwicklung zu.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wurde bislang mehr als 25 Millionen Mal heruntergeladen. Experten schätzen, dass sie von rund 23 Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Die Wirksamkeit der App erhöht sich, je mehr Menschen die Anwendung auch tatsächlich einsetzen.

(dpa)

Wegen Corona deutlich weniger Migration in die EU

16:19
29.01.2021
Die Zahlen der Asylanträge sowie der unerwünschten Grenzübertritte in die EU sind im vergangenen Jahr coronabedingt deutlich zurückgegangen. Mit 114 300 irregulären Grenzübertritten zwischen Januar und November habe es ein Sechs-Jahres-Tief gegeben, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um zehn Prozent.

Die Anzahl der Asylanträge lag zwischen Januar und Oktober demnach sogar 33 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Insgesamt waren es 390 000 Anträge - 349 000 davon Erstanträge.

Die EU-Kommission veröffentlichte ihre Angaben auf Grundlage neuer Daten etwa der UN, der EU-Statistikbehörde Eurostat oder der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Aktuelle Daten zur legalen Migration in die EU sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Allerdings sei auch da ein deutlicher Rückgang zu erwarten, hieß es.

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson forderte die EU-Staaten dazu auf, die Zeit für Fortschritte bei der geplanten Asylreform zu nutzen. «Die niedrigeren Migrantenzahlen bedeuten weniger Arbeit für die Asylsysteme, sodass jetzt eine gute Gelegenheit ist, uns auf faire, effiziente und belastbare Maßnahmen zu einigen.»

Deutlich weniger Menschen (-74 Prozent) kamen vor allem über die östliche Mittelmeerroute in die EU. Dies sei hauptsächlich auf die geringe Anzahl der Einreisen von der Türkei nach Griechenland zurückzuführen, dürfte sich aber wohl unter anderem aufgrund politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen wieder ändern, hieß es in der Mitteilung der EU-Kommission.

Doch nicht überall gingen die Zahlen zurück. Über das zentrale Mittelmeer nach Spanien und Malta stieg der Wert im Jahresvergleich um 54 Prozent. Auch nach Spanien kamen deutlich mehr Menschen. Besonders betroffen von dem Zuwachs um 46 Prozent waren die Kanarischen Inseln.

(dpa)

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