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20210129115257

Kultusministerium will Kita-Notbetreuung nicht einschränken

11:51
29.01.2021
Das baden-württembergische Kultusministerium hat Forderungen nach einer Einschränkung der Kita-Notbetreuung zurückgewiesen. Diese würde den Druck auf die arbeitenden Menschen im Land deutlich erhöhen und viele Familien in erhebliche Schwierigkeiten bringen, teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. «Unser Eindruck ist, dass Eltern und Einrichtungen sehr verantwortungsvoll mit der Notbetreuung umgehen und ihre Hygienekonzepte sehr umsichtig und konsequent umsetzen.» Das Kultusministerium beabsichtige nicht, die Notbetreuung einzuschränken.

Nach dem Auftreten einer Virusmutation in einer Kita in Freiburg hatte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) Einschränkungen bei der Notbetreuung gefordert. Bisher dürfen Eltern, die beide berufstätig und am Arbeitsplatz unabkömmlich sind, ihre Kindern in die Notbetreuung schicken. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) forderte, die Regeln für die Notbetreuung strenger auszulegen und etwa nur für Eltern in systemrelevanten Berufen zu öffnen.

Das Kultusministerium hielt dagegen: Die Fokussierung auf systemrelevante Gruppen, wie im vergangenen Frühjahr, entspräche nicht der Lebenswirklichkeit der Familien. «Hier hat Politik und Gesellschaft seit dem vergangenen Jahr dazu gelernt.» Gleichwohl werde an die Eltern appelliert, vom Notbetreuungsangebot so zurückhaltend wie möglich Gebrauch zu machen.

(dpa)

Corona beutelt Häfele-Gruppe weniger stark als befürchtet

11:50
29.01.2021
Der Spezialist für Möbelbeschläge und elektronische Schließsysteme Häfele hat trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs das vergangene Jahr besser abgeschlossen als wegen Corona befürchtet. Vor allem ab dem dritten Quartal hätten sich die Geschäfte spürbar erholt, teilte das Unternehmen mit Sitz in Nagold (Landkreis Calw) am Freitag mit. «Wie wir alle gelernt haben, hat die Pandemie eine ihr ganz eigene, nur schwer vorhersehbare und beeinflussbare Dynamik», sagte Häfele-Chefin Sibylle Thierer. Alles in allem sanken die Umsätze um 7,3 Prozent (währungsbereinigt 4,6 Prozent) auf 1,39 Milliarden Euro. Einen Gewinn weist das Familienunternehmen nicht aus.

Ins neue Jahr blicke man zuversichtlich, da die Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 eine weitaus tiefere Delle hinterlassen habe, von der mittelfristig aber nichts übrig geblieben sei. Häfele wolle «vorsichtig weiter auf Sicht fahren». 60 Millionen Euro an Investitionen etwa in Logistik und IT-Prozesse seien geplant.

Wichtig für die Entwicklung im vergangenen Jahr sei gewesen, dass die Häfele SE & Co KG mit 8000 Mitarbeitern international aufgestellt sei: Rückgängen in Westeuropa sowie in Süd- und Südostasien von bis zu 20 Prozent stünden teils sogar leichte Zuwächse in Ostasien und Ozeanien mit den wichtigen Märkten China und Australien sowie in Osteuropa gegenüber. Der Exportanteil liege bei fast 80 Prozent.

(dpa)

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