Letztes Update:
20210128155952

Lockerung der EU-Beihilferegeln: Bis zu zehn Millionen Fixkostenhilfe

14:35
28.01.2021
Der deutsche Staat kann von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen künftig Fixkostenhilfen in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro gewähren. Zudem können Unternehmen nun mit direkten Zuschüssen von bis zu 1,8 Millionen unterstützt werden. Die EU-Kommission hat entschieden, dass die sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen coronabedingt bis Ende des Jahres nochmals deutlich gelockert werden, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit großen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen.

Der sogenannte befristete Rahmen für staatliche Beihilfen wurde bereits mehrfach geändert. Die Bundesregierung hat sich bei der EU-Kommission dafür eingesetzt, die Beihilferegeln deutlich auszuweiten.

(dpa)

Seehofer zu Reisebeschränkungen: Deutschland "wird kein Gefängnis"

13:58
28.01.2021
Bundesinnenminister Horst Seehofer hat klargestellt, dass er zur Bekämpfung der Corona-Pandemie kein generelles Verbot von Auslandsreisen anstrebt. Deutschland «wird kein Gefängnis», sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in einem «Bild»-Interview. Die Juristen im Ministerium seien der Auffassung, dass es für einen solchen Schritt verfassungsrechtlich «noch wesentlich höhere» Hürden gebe. «Es geht nicht um das Verbot von Reisen», betonte Seehofer.

Er hatte noch am Dienstag der «Bild» gesagt, die Bundesregierung prüfe «auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu Null». Am Donnerstagmorgen hatte er dann angekündigt, dass es ausschließlich um die Länder mit besonders gefährlichen Virusvarianten geht. Derzeit sind das Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien. «Aber es können jetzt jeden Tag mehr dazu kommen», sagte Seehofer. Wenn man den Menschen in Deutschland viel zumute, könne man nicht tatenlos zuschauen, wie eine gefährliche Virusmutation in Deutschland eingeschleppt werde, sagte der Minister zur Begründung.

Seehofer sprach sich für eine möglichst strikte Regelung für die Mutationsgebiete aus. «Da bin ich für enge Ausnahmen, nicht für einen Schweizer Käse, wo die Ausnahmen dann die Grundregel übersteigen», sagte er. Als Beispiel nannte er den Transport von besonders wichtigen medizinischen Gütern. Ob der Warenverkehr grundsätzlich verschont bleiben soll, blieb aber zunächst offen.

Zu den Kontrollen der Einreisesperre sagte Seehofer: «Das wird dann kontrolliert an Flughäfen und auf der Straße und in der Bahn.» An den Landgrenzen werde es eine «dichte Schleierfahndung» geben.

(dpa)

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