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IG Metall büßt in der Coronakrise Mitglieder ein

13:09
28.01.2021
Bei der IG Metall in Baden-Württemberg hat die Corona-Pandemie erstmals seit Jahren wieder für einen Rückgang der Mitgliederzahl gesorgt. Ende 2020 waren 435 400 Menschen im Südwesten an Bord, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Das waren 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Zwar gab es den Angaben zufolge im Laufe des Jahres mehr als 20 000 Neuzugänge. Die konnten die Zahl der Abgänge aber nicht ausgleichen. «Wir haben aufgrund der Pandemie eine Sondersituation, in der schlichtweg weniger Ansprache möglich war», sagte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger.

«Viele Betriebe waren geschlossen oder haben ihre Beschäftigten ins Homeoffice geschickt», erklärte er. «Außerdem gab es wegen Corona deutlich weniger Auszubildende und dual Studierende in den Betrieben, aus denen wir normalerweise viele Mitglieder gewinnen.» Gestiegen sei dafür die Zahl der Angestellten unter den Mitgliedern, also der klassischen Homeoffice-Klientel. Dass die IG Metall wegen Corona insgesamt Mitglieder eingebüßt hat, hatte Zitzelsberger schon kurz nach dem Jahreswechsel gesagt, dabei aber noch keine Zahlen genannt.

Bundesweit hat die IG Metall im vergangenen Jahr zwei Prozent ihrer Mitglieder verloren. Der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann nannte den Abbau von 120 000 Jobs in der Metall- und Elektroindustrie und Zehntausender Zeitarbeitsstellen in der Corona-Krise als wichtigste Gründe für den Mitgliederschwund. Zum Jahresende zählte Deutschlands größte Gewerkschaft noch 2,2 Millionen Mitglieder und damit knapp 48 000 weniger als ein Jahr zuvor.

(dpa)

Luftfahrtbranche sieht jeden vierten Arbeitsplatz als gefährdet an

12:47
28.01.2021
Der starke Rückgang des Luftverkehrs gefährdet aus Branchensicht zahlreiche Arbeitsplätze. Von den bundesweit rund 255 000 Arbeitsplätzen bei Fluggesellschaften, Flugsicherung und an Flughäfen drohten in den nächsten Jahren 60 000 wegzufallen, schätzte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft am Donnerstag auf Grundlage von Unternehmensangaben.

Bislang hätten Kurzarbeit und Krisenpakete mit den Gewerkschaften Massenentlassungen verhindert. 60 bis 70 Prozent der Branchenbeschäftigten seien in Kurzarbeit. Die Branche geht davon aus, dass in Deutschland erst 2025 wieder so viele Menschen in Flugzeuge steigen wie vor der Corona-Krise.

(dpa)

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