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Geringe Ansteckungsgefahr: DFB-Appell für Rückkehr des Amateursports

13:50
23.02.2021
Für die Rückkehr des Amateursports haben sich die die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes stark gemacht. In einem Appell betonten sie die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports, teilte der DFB am Dienstag mit. «Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und dort ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben», hieß es.

Mit ihrem Appell unterstützen die Spitzenfunktionäre der Landesverbände den offenen Brief von DFB-Präsident Fritz Keller und DFB-Vizepräsident Rainer Koch, den sie am vergangenen Freitag an alle 24 500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Darin betonten sie, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in allen Entscheidungen berücksichtigt werden müssten und nicht abgehängt werden dürften.

Im Rahmen einer Konferenz hatte Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem Spieler, der der Ansteckung mit dem Coronavirus verdächtigt war, analysiert.

Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler in Partien oder im Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos für andere Spieler und Schiedsrichter. Dabei wurde festgestellt, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel «nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht», sagte Meyer.

Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeige laut Verband eine laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen hätten rund 50 000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon seien Mitglied in einem Fußballclub. 98 Prozent der bisher Befragten hätten angegeben, den Amateurfußball und ihren Verein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren.

(dpa)

Laschet wirbt für «Luca»-App zur Nachverfolgung von Corona-Kontakten

13:50
23.02.2021
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gefordert, alle technischen Möglichkeiten zu nutzen. «Wir brauchen neue Wege im Umgang mit der Pandemie», sagte Laschet am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. Er habe am Dienstag mit dem Hip-Hop-Musiker Smudo von den Fantastischen Vier telefoniert. Die Band hat zusammen mit anderen Kulturschaffenden und einem Berliner Start-up die Corona-App «Luca» entwickelt. Damit soll die Dokumentationspflicht der Kontakte in Restaurants und Kulturstätten erleichtert werden. Auf Sylt ist die App bereits im Einsatz.

Anstatt von «Zettelwirtschaft» werde bei «Luca» ein QR-Code genutzt, sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvorsitzender ist. Die App, an deren Entwicklung auch das Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei beteiligt seien, sei auch mit dem Sormas-System der Gesundheitsämter verbunden. Er wünsche sich, dass diese technologischen Möglichkeiten auch Einfluss nähmen auf die Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 3. März.

Ein wichtiger Schutzmechanismus sei auch der flächendeckende Einsatz von Corona-Schnelltests, sagte Laschet. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) treibe dies voran. Bis zu den Öffnungen der Corona-Maßnahmen müsse man damit «startklar sein». Wahrscheinlich noch im März würden auch Selbsttests zugelassen, mit denen das Leben auch noch einmal erleichtert werde.

Spahn hatte zuletzt immer wieder angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden.

(dpa)

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