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Stockholm rät Einwohnern zum konsequenten Maskentragen

13:49
23.02.2021
Die schwedische Hauptstadt Stockholm legt ihren Einwohnern angesichts wieder steigender Neuinfektionszahlen den umfassenden Gebrauch eines Mund-Nasen-Schutzes ans Herz. «Wir wollen, dass man während des gesamten Tages Mundschutz im öffentlichen Verkehr verwendet», sagte die Infektionsschutzärztin der Region Stockholm, Maria Rotzén Östlund, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Auch in bestimmten überdachten Bereichen - etwa beim Friseur, in der Apotheke oder im Lebensmittelmarkt - sowie bei Bedarf am Arbeitsplatz werde zum Mundschutz geraten. Die Empfehlungen gelten mit sofortiger Wirkung und vorläufig bis zum 22. März.

Schweden ist in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise freizügigen Corona-Maßnahmen sowie Empfehlungen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegangen. Damit einhergegangen waren höhere Infektions- und Todesfallzahlen als zum Beispiel in Deutschland. Seit einem neuen Höchststand bei den Neuinfektionen im Dezember sind die schwedischen Corona-Zahlen wieder gesunken, allerdings halten sie sich seit längerem auf einem Niveau mit mehr als doppelt so vielen neuen Corona-Fällen pro 100 000 Einwohner wie in Deutschland. Das Niveau sei definitiv zu hoch, sagte Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

In der Hauptstadtregion Stockholm sind die Fallzahlen in der vergangenen Woche um 27 Prozent gestiegen, nach einem Anstieg um 24 Prozent der Woche davor. Bislang war den Schweden das Maskentragen nur in Stoßzeiten im Nahverkehr empfohlen worden.

(dpa)

Aiwanger fordert Hotelöffnungen für Gäste mit negativem Corona-Test

13:48
23.02.2021
Ab Ostern sollen Hotels und Gaststätten nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wieder Gäste mit einem negativen Corona-Test beherbergen dürfen. «Hier muss Richtung Ostern eine Perspektive kommen», sagte der Freie-Wähler-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Trotz aller Schwierigkeiten in der Pandemie sehe er positive Signale.

Aiwanger nannte hier zum einen die bayernweite Inzidenz unter 60 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen und zum anderen die deutliche Entlastung in den Kliniken. 470 Corona-Patienten in Bayern seien derzeit auf Intensivstationen in Behandlung, das sei in etwa eine Halbierung seit Jahresanfang.

Mit Blick auf die in der kommenden Woche stattfindende Konferenz von Bund und Ländern betonte Aiwanger, dass er sich Wünsche, dass es hier mehr Mut für Lockerungen gebe, zumal ja anders als vor einem Jahr nun auch Hilfsmittel wie Masken und Schnelltests vorhanden seien. Nach den Wochen des Lockdowns seien die Schäden in der Wirtschaft teils massiv, gerade auch in den Bereichen Handel, Gastronomie und auch Kulturwirtschaft.

Auf Nachfrage erklärte Aiwanger, dass eine geordnete Öffnung der Außengastronomie «in Richtung Ostern» zudem ein «strategischer Schachzug» sei. So könnten die Bedürfnisse der Menschen nach mehr Aufenthalten an der frischen Luft bei frühlingshaftem Wetter «in geordneter Form» befriedigt werden.

(dpa)

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