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Giffey setzt auf Schnelltests zur Öffnung von Kitas und Schulen

12:05
15.02.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht in der Anwendung von Schnelltests eine gute Möglichkeit zur sicheren Öffnung von Kitas und Schulen. «Hier wird etwas versucht, (...), das eine Lösung sein kann, um die Zeit bis zum Impfen zu überbrücken», sagte Giffey am Montag nach einem Besuch in der Potsdamer Kita «Abenteuerland». In der brandenburgischen Landhauptstadt sind die Kitas seit Anfang Februar geöffnet. Die Beschäftigten nutzen zwei Mal die Woche einen Corona-Spucktest.

«Das könnte dazu führen, dass man in Kitas und Schulen auch mehr Kinder wieder in den Regelbetrieb bringen und gleichzeitig das Personal schützen kann - und etwas tun für den Kinderschutz», meinte die Ministerin zu dem Potsdamer Test-Modell.

Denn die lange Schließung von Kitas und Schulen habe für viele Kinder gravierende Auswirkungen. «Wir sehen Einsamkeit, wir sehen depressive Verstimmungen, Bewegungsmangel und Bildungslücken», beklagte Giffey. «Wir wollen daher einen Dreischritt gehen aus stufenweiser Öffnung, dem Testen und dem perspektivisch schnelleren Impfen. Dies könne Kindern, Eltern und Erziehern eine echte Perspektive bieten.

(dpa)

Narren in Rottweil trotzen der Coronaverordnung

11:17
15.02.2021
Nach dem närrischen Motto «Wir lassen uns von der Obrigkeit nichts sagen» sind am Montag rund 25 Narren im mittelalterlichen Stadtzentrum von Rottweil durch das Schwarze Tor gesprungen. Punkt 8.00 Uhr wurde es trotz Corona wieder laut: Die Narren johlten und Peitschen knallten. Nach Auskunft der Polizei fanden sich bei klirrender Kälte rund 450 Zuschauer ein. Die Abstände wurden größtenteils eingehalten und die Masken waren sichtbar, wie Polizeisprecher Markus Haug erklärte. Einzelne seien angesprochen worden, alles in allem musste die Polizei aber nicht einschreiten: «Mit Kanonen auf Spatzen zu schießen war nicht verhältnismäßig. Wir haben nicht die große Keule geschwungen», sagte Haug. «Wir haben mehrfach mitgeteilt, dass man das nicht tun soll», sagte Narrenmeister Christoph Bechthold.

Der Narrensprung gilt als einer der traditionsreichsten Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Etwa 4000 Teilnehmer laufen laut Narrenzunft normalerweise jedes Jahr mit.

(dpa)

Biofachhandel wächst auch im ersten Jahr der Corona-Krise

10:13
15.02.2021
Auch in der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln gewachsen. Der Fachhandel für Biolebensmittel und Naturwaren hat im vergangenen Jahr laut Hochrechnungen einen Umsatz von 4,37 Milliarden Euro gemacht. Das waren 16,4 Prozent mehr als noch 2019, teilte der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) am Montag mit. Die Zahlen für den Einzelhandel rechnet der Verband aus den Erlösen des Großhandels hoch. Dort lag der Umsatz bei 2,34 Milliarden Euro und somit um 21,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

«Dabei folgte die Entwicklung der Umsätze im Jahresverlauf der Dynamik der Pandemie», hieß es vom Verband. So überstiegen demnach die Umsätze während der Lockdown-Phasen im Frühjahr sowie im Herbst und Winter das jeweilige Vorjahresniveau um 20 bis 30 Prozent.

«Durch den Wegfall der Außer-Haus-Verpflegung mussten die Menschen 2020 verstärkt selber kochen und haben sich daher intensiver mit der Herkunft und der Qualität ihrer Lebensmittel beschäftigt», teilte BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel mit. Auffällig sei, dass die Zahl der Kaufvorgänge im Jahr 2020 um zehn Prozent zurückging. «Gleichzeitig wuchs die durchschnittliche Einkaufssumme pro Bon um circa 25 Prozent», hieß es.

Der Verband veröffentlichte die Zahlen kurz vor dem Beginn der Branchenfachmesse Biofach am Mittwoch in Nürnberg. Die Messe wird dieses Jahr aufgrund der Corona-Krise vom 17. bis zum 19. Februar online abgehalten.

(dpa)

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