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20210212091800

Umfrage: Deutliche Mehrheit hält Lockdown-Verlängerung für richtig

09:12
12.02.2021
Eine große Mehrheit der Bundesbürger hält die Verlängerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus laut einer Umfrage für richtig. 72 Prozent der Befragten stehen hinter der Entscheidung von Bundesregierung und Ländern, die Einschränkungen weitestgehend bis zum 7. März zu verlängern, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv ergeben hat. Ein Viertel ist mit der Verlängerung dagegen nicht einverstanden. Mehrheitlich abgelehnt wird die Verlängerung des Lockdowns ausschließlich von den Anhängern der FDP (66 Prozent) und der AfD (84 Prozent).

In der Befragung gibt jeder Zweite (50 Prozent) an, dass er davon ausgehe, dass nach dem 7. März damit begonnen werde, die Beschränkungen schrittweise zu lockern. 45 Prozent glauben hingegen, dass der gerade verlängerte Lockdown nach dem 7. März noch einmal verlängert oder sogar verschärft wird.

40 Prozent der Befragten finden es richtig, dass jedes Bundesland selbst über die Öffnung von Kitas und Schulen entscheidet. 58 Prozent hätten es dagegen vorgezogen, wenn man sich hier auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen geeinigt hätte.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder haben am Mittwoch beschlossen, dass die wesentlichen Corona-Maßnahmen bis zum 7. März fortgeführt werden sollen. Insbesondere der Handel darf demnach erst bei einer regionalen Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen wieder öffnen. Eine Ausnahme gibt es für Friseure, die bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen in zweieinhalb Wochen wieder aufmachen dürfen.

(dpa)

Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel sinkt unter 1000er-Marke

09:12
12.02.2021
Die Anzahl der Schwerkranken in der Corona-Krise ist in Israel erstmals seit Wochen wieder unter die Marke von 1000 gefallen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte, wurden in dem Land 985 Menschen als schwer erkrankt eingestuft, davon wurden 304 beatmet. Vor einer Woche waren es über 100 Schwerkranke mehr gewesen.

In dieser Woche hatte sich bereits ein Rückgang der Neuinfektionen abgezeichnet. Das Ministerium registrierte am Freitag 4922 Fälle binnen 24 Stunden - nach 7237 vor einer Woche. Zum Vergleich: In Deutschland leben etwa neun Mal so viele Menschen. Hier wurden zuletzt 9860 Neuinfektionen gemeldet.

Die Entwicklung fällt zusammen mit einem am Sonntag begonnenen, schrittweisen Ausstieg aus dem insgesamt dritten Lockdown in dem Land. Der Epidemiologe Hagai Levine bezeichnete diesen zuletzt als Fehlschlag. Nach den beiden vorherigen Lockerungsphasen stieg die Anzahl der Neuinfektionen jeweils nach gewisser Zeit wieder. Nun allerdings läuft in Israel eine Impfkampagne, die zuletzt ermutigende Signale zeigte. Nach Angaben des Forschers Eran Segal ging etwa die Zahl der Neuinfektionen bei den über 60-Jährigen deutlich zurück.

In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land erhielten bislang rund 3,8 Millionen Menschen eine Erstimpfung, davon bekamen etwa 2,4 Millionen auch die zweite Dosis. Rund 30 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre, diese Gruppe wird vorerst nicht geimpft.

Die Behörden registrierten zuletzt jedoch eine Stagnation der täglichen Impfungen. Levine zufolge wird unter anderem in sozioökonomisch schwächeren Gruppen weniger geimpft. In sozialen Netzwerken schlossen sich zudem Impfgegner zusammen, in denen Berichten zufolge auch Falschnachrichten etwa über eine Gefährlichkeit der Impfstoffe verbreitet wurden. Die Regierung will der Impfkampagne neuen Schwung verleihen, etwa durch mehr Information und Anreize wie einen sogenannten Grünen Ausweis. Dessen Träger sollen bestimmte Hotels oder Restaurants wieder besuchen dürfen.

(dpa)

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