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20210211084935

Infektionsmediziner: Verlängerung der Corona-Auflagen angemessen

07:58
11.02.2021
Die am Mittwoch beschlossene Verlängerung der Corona-Auflagen ist nach Ansicht des Erlanger Infektionsimmunologen Christian Bogdan «grundsätzlich sinnvoll, notwendig und angemessen». Das gelte mit Blick auf die Lage in Deutschland ganz unabhängig von den viel diskutierten Virusvarianten - von denen es ohnehin sicherlich wesentlich mehr gebe als die derzeit häufig genannten drei (britische, südafrikanische und brasilianische), sagte der Direktor des Instituts für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Universitätsklinik Erlangen. Er ist Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI) und der Nationalen Akademie für Wissenschaften Leopoldina.

Bei der Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) befinde sich Deutschland noch nicht im grünen Bereich. «Auch ist klar, dass bei dem derzeit relativ strengen Winter Öffnungen aller Geschäfte und der Gastronomie in erster Linie zu einer Ansammlung der Menschen in geschlossenen Räumen führen würde, was der zentrale Schlüsselfaktor für die Virusweitergabe ist», erklärte Bogdan.

(dpa)

Studie: Eigenheime in Corona-Pandemie zunehmend begehrt

07:49
11.02.2021
Eigenheime in Deutschland haben sich in der Corona-Krise erheblich verteuert. Der starke Preisanstieg bei Ein- und Zweifamilienhäusern setze sich fort, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse des Hamburger Forschungsinstituts F+B. Demnach verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser im vierten Quartal 2020 im Schnitt um 8,2 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

Damit stiegen die Preise für Eigenheime noch stärker als die für Eigentumswohnungen (plus 5,3 Prozent). Schon im zweiten und dritten Quartal hatte F+B diese Entwicklung beobachtet. «Wir sind der Auffassung, dass die anhaltende Corona-Pandemie mit dem zweiten Lockdown seit Dezember hier einen nachhaltigen Nachfrageschub erzeugt hat», sagte F+B-Chef Bernd Leutner zu den aktuellen Daten.

Binnen fünf Jahren - von Ende 2015 bis Ende 2020 - haben sich Ein- und Zweifamilienhäuser um fast 38 Prozent verteuert, zeigt die Analyse. Damit stiegen die Preise für Eigenheime in dem Zeitraum stärker als die für Eigentumswohnungen (plus 32 Prozent). «Das ist total ungewöhnlich», sagte Leutner. Denn langfristig zeigten Eigentumswohnungen, die auch bei Kapitalanlegern hoch im Kurs stehen, die größten Preiszuwächse. «Umso bedeutsamer ist die Trendumkehr», sagte Leutner. Die Nachfrage nach Eigenheimen sei schon vor Corona-Krise stark gewesen, nun habe sich sie sich noch verstärkt.

In der Pandemie haben sich Wohnpräferenzen geändert, berichten Makler und Ökonomen. Viele Menschen legten angesichts von Lockdowns und Homeoffice mehr Wert auf größere Wohnflächen oder Platz im Freien. Das Umland von großen Städten werde damit begehrter. Zuletzt zeigten Daten des Statistischen Bundesamts, dass die Immobilienpreise nicht in den sieben größten deutschen Städten am stärksten stiegen, sondern in mittleren Großstädten außerhalb von Metropolen und dichter besiedelten ländlichen Kreisen.

(dpa)

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