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20210211080336

10.237 Corona-Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle gemeldet

04:55
11.02.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI 14 211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2 310 233 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 087 600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 63 635.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

Deutschland verschärft Reisewarnung für China

04:50
11.02.2021
Mit dem Hinweis auf mögliche drastische Maßnahmen Chinas im Kampf gegen das Coronavirus hat die Bundesregierung ihre Reisehinweise für die Volksrepublik verschärft. «Personen mit auskurierter Covid-19-Erkrankung werden, trotz negativer PCR- und IgM-Antikörpertests und grünem QR-Code, bei Einreise in sofortige mehrwöchige Krankenhausquarantäne überführt und weitreichenden Untersuchungen unterzogen», war am Donnerstag auf der Webseite des Auswärtigen Amtes zu lesen.

Dies könne auch Personen betreffen, «die aufgrund einer unentdeckten Erkrankung an Covid-19 noch Antikörper aufweisen». Gleiches könne für Reisende gelten, die mit demselben Flug einreisen wie eine Person, die positiv auf Covid-19 getestet werde. «Medizinische Maßnahmen der chinesischen Seite sind invasiv und beinhalten neben teils täglichen Blutentnahmen häufig auch Computertomografie-Aufnahmen.» Von nicht notwendigen Reisen nach China werde «abgeraten», heißt es weiter.

Die Verschärfung folgte auf in Peking kursierende, offiziell unbestätigte Informationen über die Einweisung von Einreisenden mit einem positiven Antikörper-Test, der eigentlich auf eine überwundene Erkrankung und eine mögliche Immunität hinweist. In diplomatischen Kreisen war auch von einem Fall zu hören, wobei sogar ein Reisender mit Antikörpern durch eine Impfung Probleme bekommen haben soll.

Die «Süddeutsche Zeitung» berichtete von einem Bundesbürger, der im Januar nach China eingereist sei und dabei angegeben habe, zuvor eine Covid-19-Erkrankungen überwunden zu haben. Er werde wegen eines positiven IgG-Antikörper-Tests seit Mitte Januar in einem Krankenhaus festgehalten. Der Zeitung berichtete von weiteren Fällen eines Bundesbürgers und einer Person aus einem anderen Staat.

China hat seine Grenzen seit März für Ausländer weitgehend dicht gemacht, doch können Deutsche mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung zur Arbeit oder auch zur Familienzusammenführung einreisen. Inhaber abgelaufener Aufenthaltsgenehmigungen können ein neues Einreisevisum beantragen. Kurz vor dem Abflug sind verschiedene Tests notwendig. Nach der Ankunft wird zwischen zwei und vier Wochen Quarantäne in einem Hotel oder einer zentralen Einrichtung angeordnet.

In einer jüngsten Umfrage der deutschen Handelskammer in China beschrieben deutsche Unternehmen die Einreisebeschränkungen als ihr größtes Problem.

(dpa)

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