Letztes Update:
20210127131256

Zahlreiche Klinik-Mitarbeiter mit Corona infiziert

13:12
27.01.2021
An verschiedenen Krankenhäusern in Baden-Württemberg haben sich jeweils mehrere Mitarbeiter und Patienten mit dem Coronavirus infiziert. An der Lahrer Ortenau Klinik (Ortenaukreis) haben sich 18 Beschäftigte und 24 Patienten angesteckt. Wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte, waren drei Stationen betroffen. Die Notfallversorgung war weiter gewährleistet. Planbare Eingriffe hat die Klinik zunächst verschoben.

In einem Nürtinger Krankenhaus (Kreis Esslingen) haben sich 14 Mitarbeiter und 16 Patienten mit dem Coronavirus angesteckt. Angaben einer Klinik-Sprecherin vom Mittwoch zufolge wurden die Infektionen auf einer chirurgischen Station festgestellt. Die Station befindet sich außerhalb des Bereichs für Covid-19-Patienten.

Ersten Erkenntnissen zufolge gibt es bei den Betroffenen in Nürtingen keine Hinweise auf mutierte Coronaviren. Die Klinik hat die Aufnahme von Notfallpatienten gestoppt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Laut Baden-Württembergischer Krankenhausgesellschaft (BWKG) kam es in den vergangenen Monaten punktuell zu größeren Corona-Ausbrüchen in Krankenhäusern im Südwesten. Erst im Dezember hatten sich in einer Klinik in Tettnang (Bodenseekreis) 84 Mitarbeiter und 26 Patienten mit dem Coronavirus infiziert.

Dass einzelne Mitarbeiter positiv getestet würden, komme sicher immer wieder vor, sagte eine BWKG-Sprecherin. Ihren Angaben nach führen die Kliniken deswegen Schnelltests durch, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Das Robert Koch-Institut listet zwar infiziertes medizinisches Personal auf, aber nicht getrennt nach Einrichtungsart. Auch Mitarbeiter von Arztpraxen und Pflegeheimen fallen in die Statistik.

(dpa)

Lebensmittelhersteller sehen bewusstere Ernährung in Corona-Krise

12:57
27.01.2021
Mehr Obst und Gemüse, aber auch mehr Fertiggerichte: Die Corona-Krise ändert die Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher in Deutschland. Das beobachtet jedenfalls die deutsche Ernährungsindustrie. «Wir haben ein verstärktes Bewusstsein, man beschäftigt sich mit dem, was man zu sich nimmt», sagte Stefanie Sabet, Geschäftsführerin beim Branchenverband BVE.

Der eine oder andere habe mehr Zeit zum Kochen, das verstärke den Trend zu nachhaltigen und regional erzeugten Lebensmitteln. Kinderbetreuung, Homeoffice und Unterricht zu Hause machten den Alltag für viele aber auch stressiger. Dadurch gewinnen den Angaben zufolge auch Produkte mit einfacher Zubereitung.

Die Branche stützt sich unter anderem auf einen Vergleich der Umsatzdaten während der ersten Corona-Welle in der Zeit von März bis Mai 2020 mit den gesamten zwölf Monaten davor.

Nach einer Umfrage für die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss beschleunigt die Krise den Wandel in den Branchenunternehmen. Der Druck auf Preise und Margen bleibe, während Trends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung Auftrieb bekämen.

Nach einer BVE-Schätzung stagnierte der Branchenumsatz 2020, vor allem der Export und der Außer-Haus-Markt mit Restaurants und Kantinen litten. 80 Prozent der 188 befragten Betriebe erwarten spätestens 2022 wieder das Vor-Corona-Niveau.

(dpa)

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