Letztes Update:
20210209120506

Impftermine weiter mit Hindernissen

11:36
09.02.2021
Die neu strukturierte Vergabe von Corona-Impfterminen in Baden-Württemberg ist holprig angelaufen. Wie ein Sprecher des Sozialministeriums am Dienstag sagte, hatten am Montag etwa 305 000 Menschen versucht die Hotline 116 117 anzurufen. Rund 20 300 Anrufer seien durchgekommen - entweder sofort oder innerhalb der extra auf fünf Minuten begrenzten Wartezeit. Für alle anderen ertönte ein Besetztzeichen. «Der erste Montag war ein Ausnahmetag mit einer großen Bugwelle an Anrufern», sagte der Sprecher. «Wir rechnen aber damit, dass sich die Lage in den nächsten Tagen entspannt und alle Anrufer bedient werden können.»

Die Terminvergabe für eine Impfung gegen das Virus war erst am Montag auf ein sogenanntes Recall-System umgestellt worden. Dabei werden Menschen, die einen Termin haben möchten, registriert und bekommen ihn später mitgeteilt. Auf der Warteliste stünden aktuell, inklusive der Zahlen von Dienstagmittag, rund 26 800 Menschen. Weitere würden im Laufe der Woche dazukommen. Vom Beginn der kommenden Woche an sollten alle Wartenden zurückgerufen und mit einem Impftermin versorgt werden.

Das Recall-System war eingeführt worden, nachdem Senioren in den Wochen davor teils über Stunden in Warteschleifen hingen. Genau das wolle man mit der Möglichkeit, sich auf Wartelisten zu registrieren und zurückrufen zu lassen, verhindern, hieß es. Menschen, für die sofort ein Besetztzeichen ertönt, müssen es aber ein weiteres Mal versuchen, sagte der Sprecher.

(dpa/lsw)

Land plant Ausgangsbeschränkungen für Hotspot-Kreise ab Donnerstag

11:30
09.02.2021
Das Land Baden-Württemberg will von diesem Donnerstag an nächtliche Ausgangsbeschränkungen für regionale Corona-Hotspots erlassen. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof die landesweite Ausgangssperre von 20.00 Uhr bis 05.00 Uhr kassiert hatte, soll es nun nahtlos Beschränkungen in Stadt- und Landkreisen geben, die über dem Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegen. Das Gesundheitsministerium hat eine entsprechende Vorlage in die Abstimmung mit den anderen Ressorts gegeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen in Stuttgart.

Hintergrund für das Tempo ist auch, dass man über Fastnacht keine Lücke bei den Ausgangsbeschränkungen lassen möchte. Nach Zahlen des Landesgesundheitsamts vom Montag liegen mittlerweile 18 der 44 Stadt- und Landkreise bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz unter 50. Erstmals seit dem 10. Oktober unterschritt auch die Landeshauptstadt Stuttgart wieder diese Schwelle. Der Verwaltungsgerichtshof hatte verfügt, dass die nächtliche Ausgangssperre im Südwesten zum letzten Mal in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung finden darf. Das Gericht gab damit dem Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen statt.

(dpa/lsw)

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