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Tschechien verlegt Corona-Patienten mit Krankenwagen-Kolonne

11:54
05.02.2021
Die Corona-Lage im tschechischen Grenzgebiet zu Bayern und Sachsen spitzt sich weiter zu. Erstmals wurden nun Covid-19-Patienten mit einer Krankenwagen-Kolonne in weniger betroffene Landesteile gebracht, wie eine Sprecherin des Rettungsdienstes am Freitag mitteilte. Zum Einsatz kamen ein Großraumrettungswagen auf Lastwagenbasis mit Platz für bis zu 12 Personen sowie ein Dutzend kleinere Krankenwagen. Die Polizei begleitete die Kolonne. Ziel ist es, die überforderten Krankenhäuser in Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau an der Eger) zu entlasten. Binnen eines Tages kamen dort 40 neue Patienten hinzu.

Bereits seit längerem sind Rettungshubschrauber rund um die Uhr unterwegs, um Patienten über weite Entfernungen zu verlegen. Hilfsangebote aus Sachsen und Bayern, Corona-Intensivpatienten in Deutschland zu behandeln, hatte der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatny am Donnerstag abermals ausgeschlagen. Er appellierte an die Bevölkerung, die Corona-Regeln strikter einzuhalten. Sie hätten «aufgehört zu wirken», denn die Zahlen würden nicht weiter zurückgehen, sondern auf einem hohen Niveau stillstehen.

Am Freitag meldeten die Behörden landesweit 8032 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Pandemiebeginn gab es mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen und 16 976 Todesfälle.

(dpa)

Corona-Stipendien für junge Pianistinnen und Pianisten

11:53
05.02.2021
Wegen der Belastungen für Musiker in der Corona-Pandemie hat die Carl Bechstein Stiftung für 2021 ein 120 000 Euro umfassendes Programm mit Jahresstipendien für zehn junge Pianistinnen und Pianisten aufgelegt. Das mit monatlich jeweils 1000 Euro dotierte Stipendium richte sich an Berufseinsteiger unter 30 Jahren in pandemiebedingten finanziellen Notlagen, teilte die Stiftung am Freitag in Berlin mit.

«In den letzten elf Monaten mussten durch die Pandemie zig Konzerte, Festivals und Wettbewerbe abgesagt werden», sagt Stiftungsvorstand Gregor Willmes. Das bereite gerade Berufseinsteigern Probleme, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. «Sie haben keine regelmäßigen Einnahmen, können in der Regel nicht von Erspartem leben und haben Schwierigkeiten, ihre Karriere aktuell weiter zu entwickeln.» Diese jungen Künstlerinnen und Künstler wolle die Stiftung unterstützen.

(dpa)

Arzt entwendet Impfstoff für seine schwer kranke Frau

11:52
05.02.2021
Um seine schwer kranke Frau vor einer Corona-Infektion zu schützen, hat ein Arzt im Hamburger Impfzentrum Impfstoff entwendet. Die Gesundheitsbehörde bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung, wonach der 69-Jährige Mitte Januar eine aufgezogene Spritze mit in den Eingangsbereich des Zentrums nahm und den Impfstoff seiner dort wartenden Frau verabreichte. Die Tat sei sofort entdeckt und der Arzt einen Tag später entlassen worden.

Während gegen den Mann strafrechtliche Ermittlungen liefen, werde die Frau auch die zweite Impfdosis erhalten, obwohl sie nicht zur Gruppe der derzeit Impfberechtigten gehöre, sagte Sprecher Martin Helfrich. «Wenn eine erste Dosis verabreicht wurde, muss auch die zweite Dosis gespritzt werden.» Dabei gehe es nicht nur darum, keinen Impfstoff zu vergeuden. Wenn es keinen abschließenden Impfschutz gibt, steige das Risiko einer Virusmutation, die von einer solchen Person ausgehe.

Aufgrund umfangreicher Sicherheitsvorkehrungen sei es nicht möglich, in dem Zentrum größere Impfstoffmengen zu entwenden, betonte Helfrich. So würden aus dem Lager im Hochsicherheitsbereich immer nur einzelne Dosen in die Impfstraßen des Zentrums gebracht. Zudem sei der Umgang mit dem Impfstoff, der tiefstgekühlt gelagert werden muss, auch für potenzielle Diebe schwierig. «Den kann man sich nicht mal eben so in die Hosentasche stecken.»

(dpa)

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