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Polen will Hotels und Kinos vorläufig wieder öffnen

11:51
05.02.2021
Polen will Hotels, Kinos und Theater ab kommendem Freitag vorläufig wieder öffnen. Das Land habe bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen eine «fragile Stabilisierung» erreicht, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Freitag in Warschau.

Opern und Konzerthäuser sowie Sportanlagen unter freiem Himmel und Schwimmbäder sollen ebenfalls ab dem 12. Februar wieder ihren Betrieb aufnehmen, sagte Kulturminister Piotr Glinski. Die Hotels und die Kultureinrichtungen dürften vorerst aber nur mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent arbeiten.

Die Wiedereröffnung soll zwei Wochen lang getestet werden. Weitere Entscheidungen werde man vom Verlauf des Infektionsgeschehens abhängig machen.

In den vergangenen Wochen sei das Infektionsgeschehen abgeflacht. Damit sei auch der Druck auf das Gesundheitswesen zurückgegangen, sagte Morawiecki. Die Zahl der Todesfälle sei aber weiterhin beunruhigend. Daher sei eine weitere Lockerung der Corona-Restriktionen vorerst nicht möglich. Restaurants und Fitnessstudios bleiben weiterhin geschlossen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag verzeichnete Polen 6053 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im selben Zeitraum starben 368 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

(dpa)

Lucha und Eisenmann einigen sich auf mehr Tests an Kitas und Schulen

11:50
05.02.2021
Nach einem offenem Streit über die Corona-Teststrategie haben sich Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) zunächst darauf verständigt, Tests an Kitas und Grundschulen auszuweiten. «Das Personal an Bildung- und Betreuungseinrichtungen in Präsenz soll zunächst bis Ostern ein Angebot von zwei Schnelltests pro Woche erhalten», heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Ministerien vom Freitag in Stuttgart.

Nach dem bisherigen Beschluss hätten Lehrer und Erzieherinnen die Möglichkeit gehabt, sich bis Ostern dreimal testen zu lassen. Mit der Aufstockung der Tests soll eine Öffnung von Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien am 22. Februar begleitet werden, wenn die Zahl der Infektionen eine Lockerung zulassen.

Die von CDU-Spitzenkandidatin Eisenmann zusätzlich ins Gespräch gebrachten massenhaften Tests etwa auch für Polizisten, Busfahrer und Supermarktkassiererinnen seien nicht Teil des Konzepts, erklärte eine Sprecherin von Lucha. Das müsse mit den anderen zuständigen Ministerien im Kabinett besprochen werden.

In der Mitteilung heißt es, die beiden Minister hätten sich in einem «konstruktiven und zielorientierten Gespräch» geeinigt, «dass das Personal an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulen, Kitas und in der Kindertagespflege, das in der Präsenz arbeitet, sich zunächst bis zu den Osterferien zweimal pro Woche mittels PoC-Tests (Antigenschnelltests) wie bisher anlasslos testen lassen kann.» Diese gelte auch für Lehrerinnen und Lehrer in weiterführenden Schulen, die Abschlussklassen in Präsenz unterrichten oder Notbetreuung leisten.

Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher sollen selbst bestimmen, wann sie sich testen lassen. «Das Testangebot kann über die bestehenden Strukturen bei Ärzten und Apotheken wahrgenommen werden», heißt es weiter. Das Gesundheitsministerium will mit Ärzte- und Apothekenvertretern darüber sprechen, wie bis zum Ende der Faschingsferien genügend Testmöglichkeiten sichergestellt werden können. Nach Ostern soll überprüft werden, wie das Testangebot läuft.

(dpa)

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