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Gewerkschaften: «Generation Corona» in der Ausbildung verhindern

05:20
05.02.2021
Verbände und Gewerkschaften machen sich angesichts der Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt Sorgen um die Zukunft der Jugendlichen und Betriebe. Wenn nicht weiter konsequent etwas getan werde, habe das in Zukunft massive Auswirkungen, sagte die zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, der Deutschen Presse-Agentur. «Am Ausbildungsmarkt muss eine Corona-Generation unbedingt verhindert werden. Junge Menschen brauchen eine Chance.»

«Eine gute Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Corona-Krise geht jetzt ins zweite Jahr», sagte die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack. Viele Jugendliche hätten deshalb bereits jetzt gut die Hälfte ihrer Ausbildung im Ausnahmezustand gelernt. Dazu kommt zeitweiser Distanzunterricht in den Berufsschulen.

Nach Ansicht der DGB-Vize sollten die Auszubildenden vor ihrer Prüfung für zusätzliche Lerntage von ihren Betrieben freigestellt werden. «Es ist auch im Interesse der Unternehmen, wenn ihre Auszubildenden die Prüfungen gut bestehen.»

Ende Januar hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) einen neuen Schutzschirm für Auszubildende ins Spiel gebracht. Danach sollen etwa Ausbildungsprämien Anreize schaffen, einen hohen Ausbildungsstand in Betrieben zu halten - oder auch zusätzliche junge Leute auszubilden.

(dpa)

12 908 Corona-Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle gemeldet

04:57
05.02.2021
Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12 908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14 022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 79,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2 264 909 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 05.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 60 597. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2 008 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,89 (Vortag 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

(dpa)

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